Die Start- und Landerechte muss ich ja nun wirklich nicht bezahlen, wenn ich meinen Flug einen Monat vor dem Reisedatum annulliere», sagt Peter Weber aus Diepoldsau SG. Der Lehrer hatte geplant, Ende März mit Helvetic Airways nach Wien zu fliegen. Peter Weber musste seine Ferienreise allerdings bereits mehr als einen Monat vor dem geplanten Abflugdatum annullieren.

Er war sich bewusst, dass der Preis für die Flugtickets nicht zurückerstattet wird. Aber er konnte nicht akzeptieren, dass die Airline die zusätzlich zum Flugpreis bezahlten Flughafentaxen für zwei Personen von total 83 Euro nicht zurückerstatten wollte. «Schliesslich fallen diese Kosten gar nicht an, wenn wir nicht gestartet und gelandet sind.»

Der 60-Jährige erkundigte sich beim Beobachter. Danach schrieb er Helvetic Airways einen eingeschriebenen Brief und forderte unter Hinweis auf die allgemeinen Beförderungsbedingungen die Rückzahlung der Gebühren. Und siehe: Die Fluggesellschaft akzeptierte mit dem Hinweis, dass hier eine Lücke bestehe. Die Rückerstattungspraxis für Flughafengebühren sei nicht klar definiert.

Allerdings will Helvetic Airways für die Rückerstattung von Flughafentaxen nun eine Bearbeitungsgebühr einführen, um den administrativen Aufwand zu decken, die Bedingungen also anpassen. Weber fragt sich jetzt, ob das Einlenken der Airline wirklich ein Erfolg ist: «Es kommt ganz darauf an, ob die Firma die Anpassung kundenfreundlich gestaltet.»