Choreografie (Choreo): Mit diversen Hilfsmitteln inszenieren Fankurven grossflächige Bilder oder Farbmuster. In aufwändiger Freizeitarbeit werden diese – von meist wenigen Aktiven – vorbereitet und dann unter Einbezug der ganzen Kurve durchgeführt.

Doppelhalter (DH): ein an zwei Stöcken befestigtes Transparent, das mit Vereinswappen, Zeichnungen oder Sprüchen bemalt ist und hochgehalten wird. DHs sind heute in Fankurven ebenso häufig anzutreffen wie traditionelle Fahnen und gelten neben Choreos als Gradmesser für die Kreativität einer Kurve.

Pyro: Pyro geht auf das griechische Wort «pyr» (Feuer) zurück. Unter einer Pyro-Show wird im Fussball das Zünden von Feuerwerk und Raucherzeugern aller Art verstanden. Meist erfolgt dies vor dem Anpfiff oder in der Halbzeitpause und soll die «Hingabe» einer Kurve untermalen.

Ultra: Die Ultra-Bewegung nahm ihren Anfang in den sechziger Jahren in Italien und Jugoslawien. Ultras haben das Ziel, ihre Mannschaft «immer und überall bestmöglich zu unterstützen». Neben dem akustischen Support gehören dazu auch Pyro und Choreos, wobei für Letztere die Unterstützung von Sponsoren oder Vereinen abgelehnt wird und Spenden oder eigene Fanartikel zur Finanzierung dienen. Zwar beteiligen sich einzelne Ultra-Gruppierungen immer mal wieder an Auseinandersetzungen, sie kennen aber keine Rituale wie Hooligans, und viele von ihnen lehnen Gewalt ab.

Hooligan: Der Begriff geht vermutlich auf eine englische Strassengang zurück, die sich «Hooley» (irisch für «wild») nannte. In den siebziger Jahren wurde der Begriff in England und später im übrigen Europa für Gruppen benutzt, die sich regelmässig rund um Fussballspiele prügelten. «Traditionelle» Hooligans befolgen dabei einen «Ehrenkodex»: Es werden keine Unbeteiligten angegriffen, und der Gebrauch von Waffen ist nicht erlaubt. Heute ist «Hooligan» auch abseits des Sports zum Synonym für «gewaltbereite Person» geworden.

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