Beobachter: Beobachter: Mit 19 gehören Sie zu den prominentesten und begehrtesten Sportlern der Schweiz. Wie haben Sie den schnellen Aufstieg verdaut?
Granit Xhaka: Nach dem Weltmeistertitel mit der U-17 ist mein Bekanntheitsgrad abrupt gestiegen, was zuerst einmal ein tolles Gefühl war. Inzwischen finde ich es nicht nur angenehm, wenn im Ausgang ­alle Blicke auf mir haften. Prinzipiell aber habe ich mit meinem Promistatus kein Problem. Ich bin ein ganz normaler Mensch, ich putze zu Hause mein Zimmer und will wie alle anderen im Ausgang meinen Spass haben. Ich hänge auch immer noch mit denselben Kumpels ab wie früher. Die meisten von denen haben mit Fussball gar nichts am Hut.

Beobachter: Die Presse schreibt über Sie, Sie seien «offen, mutig, sachlich, bodenständig». Machen Sie sich oft Gedanken darüber, was die anderen von Ihnen denken?
Granit Xhaka: Nein, ich gehe einfach meinen Weg. In der Tat bin ich ein ruhiger, bodenständiger Typ. Wenn jemand nicht klarkommt mit mir, soll er mir das ins Gesicht sagen.

Beobachter: Wie gross ist der Druck, erfolgreich zu bleiben?
Granit Xhaka: Erfolgsdruck kenne ich keinen. Es ist aber sicher alles sehr schnell gegangen in den letzten zwei Jahren. Wenn ich in die Zukunft schaue, überlege ich mir in erster ­Linie, was ich besser machen kann.

Beobachter: Sie sind für viele Jugendliche ein Idol. Fühlen Sie sich geehrt?
Granit Xhaka: Als junger Schweizer Natispieler versuche ich den Jungen ein Vorbild zu sein. Und wenn es da ein paar Kids gibt, die sagen, dass sie mal so werden wollen wie der Granit, freut mich das natürlich schon sehr und erfüllt mich mit Stolz.

Anzeige