Oliver Schmutz hat nicht wegen eines möglichen Geldgewinns an der Go4it-Power-Stafette in Wegenstetten AG teilgenommen. Trotzdem freut er sich sehr, als er bei dem Sport-Event im Sommer 2007 (wie 29 weitere Erst-, Zweit- und Drittplatzierte in diversen Kategorien) einen Gutschein über 5000 Franken erhält, einlösbar innert zweier Jahre beim Bau eines Minergie-Hauses der Firma Genesis Home AG aus Möhlin. «Eine schöne Belohnung für die anstrengende Mountainbike-, Rennvelo-, Rollerskate- und Laufstafette», dachte der Gewinner. Der 23-Jährige will aber erst seine Ausbildung beenden, bevor er über einen Hausbau nachdenkt. Dennoch sei der Gutschein keineswegs wertlos, versicherte die Hausbaufirma, er könne ihn ja möglichen Interessenten verkaufen.

Das ist aber einfacher gesagt als getan, denn die Genesis Home AG verweigert die Herausgabe der Namen von Bauinteressenten. Doch wie sonst soll Schmutz herausfinden, welche künftigen Hausbesitzer aus den Hunderten von Anbietern ausgerechnet die Genesis Home AG auswählen? Dennoch fand Schmutz eine Familie, die mit besagter Firma ein Haus baut. Aber ihr konnte er den Gutschein nicht verkaufen, weil Genesis eine Einlösung nach Vertragsunterzeichnung nicht akzeptiert.

Genesis-Home-Verwaltungsratspräsident Christian Gut verteidigt diese Praxis: «Wir erwarten vom Gewinner, dass er einen neuen Kunden zu uns bringt.» Immerhin gebe Genesis auf Anfrage bekannt, wo es mögliche Bauparzellen gebe. Das Vermitteln der Bauwilligen sei aber Sache der Gewinner, schliesslich «handelt es sich um einen Gutschein und nicht um eine garantierte Gewinnsumme». Anders gesagt: Die Gutscheinbesitzer erhalten nur dann Geld, wenn sie den Job der Baufirma übernehmen und gewiefte Verkäufer sind.

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