• Laut Sparheftbestimmungen gilt als berechtigter Bezüger, wer am Bankschalter ein Sparheft vorweist. Die Bank kann die Legitimation des Inhabers prüfen, muss aber nicht.

  • Nach erfolglosen Nachforschungen der Bank werden Sparheftguthaben über 100 Franken nach zehn Jahren dem nachrichtenlosen Vermögen zugeteilt. Beträge unter 100 Franken werden für Umtriebe abgebucht.

  • Für ihre Nachforschungen können Banken einen Aufwand verrechnen, der rasch einmal einige hundert Franken beträgt. Grund: Oft werden spezialisierte Gesellschaften eingeschaltet.

  • Wenn das Sparheft nicht mehr aufzufinden ist, kann die Bank das Guthaben auszahlen, falls der Inhaber eine Kraftloserklärung unterzeichnet.

  • Bei grösseren Beträgen hat die Bank die Möglichkeit, die Kraftloserklärung für ein vermisstes Sparheft im «Handelsamtsblatt» auszuschreiben. Für die Kosten eines solchen Verfahrens muss der Besitzer oft über 1000 Franken bezahlen.
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