«Elektrosmog» ist der Sammelbegriff für alle künstlich erzeugten elektrischen und magnetischen Strahlen. Sie entstehen durch Hochspannungsleitungen, elektrische Hausinstallationen, TV- und Radio-Sender, Mobiltelefonantennen und Handys. Viele Menschen leiden unter Elektrosmog oder haben Angst davor. Davon profitieren Firmen, die dubiose Produkte zum Schutz vor Elektrosmog anbieten.

Die meisten Geräte sind jedoch nutzlos. Das ergab ein Test der deutschen Zeitschrift «Öko-Test»: Nur zwei von 22 Geräten waren in der Lage, Elektrosmog zu reduzieren. Dennoch sind sich nicht einmal Ärzte zu schade, solche Produkte anzubieten etwa einen Handychip für 200 Franken. Für den Strahlenschutzexperten Niels Kuster von der ETH Zürich ist klar: «Ein Chip gegen Handystrahlen kann nie wirken.» Zu den wenigen seriösen Anbietern gehört die Spinnerei Spoerry & Co. in Flums SG. Sie produziert Stoffe, die die Strahlen tatsächlich abschirmen. Neben Vorhängen will sie demnächst auch eine strahlensichere Mütze auf den Markt bringen. Das Problem: Die meisten Handys strahlen beim Übergang von der Antenne zum Gehäuse am stärksten. Für optimalen Schutz müsste der Stoff also die Ohren bedecken was höchstens im Winter Sinn macht.