Vergnügungssüchtige
Telefonieren? Jaja, im Notfall sollte das schon möglich sein. Aber eigentlich zählt bei einem Handy lediglich der Spassfaktor. Also Fotos schiessen oder Konzerte mitschneiden und als MMS an Kollegen schicken. Dazu ein MP3-Player oder Radioempfang für die musikalische Unterhaltung, vielstimmige Klingeltöne und vor allem: Spiele, Spiele, Spiele. Damit das Ganze auch Spass macht, sollte ein Funhandy eine stabile, fürs Spielen optimierte Tastatur aufweisen, Java-Unterstützung bieten sowie genügend Speicher haben für den Download von Spielen, Klingeltönen und MP3- Musikdateien.blind.gif

 


Verspielte Handys sind zum Beispiel:
Samsung SGH-X600: Spielzeug mit Kamera und integriertem Blitz
Nokia 3300 oder N-Gage: eigentlich ein Gameboy mit Musik- und Telefonfunktion
Siemens M55: Multimedia-Talent mit pfiffigem Design

   ArbeitstiereImmer auf Achse, aber immer am Ball: Im Zug E-Mails lesen, in der Flughafenlobby die Börsenkurse studieren, im Flugzeug Berichte schreiben und Sitzungen vorbereiten – Workaholics benützen ihr Handy als mobiles Büro. Wichtig sind deshalb ein ausdauernder Akku und viel Speicherkapazität. Ausserdem PC-Synchronisation, grosser Bildschirm und Schreibmaschinentastatur, volle Internetfunktionalität mit E-Mail-Programm, Web- und WAP-Browser sowie schnelle Datenverbindungen (GPRS, HSCSD). Und selbstverständlich sollte das Gerät auch als mobiles Modem für den Laptop dienen. 


Fleissige Handys sind zum Beispiel:
Nokia Communicator 9210i oder 6800: eine komplette Kommandozentrale
Handspring Treo 270: das Büro in der Westentasche
Motorola Accompli 008: Smartphone im Handyformat

   AvantgardistenNur das Neuste ist gut genug, alles andere gehört ins Museum. MMS, Java, Bluetooth, GPRS, Internet, MP3, Video – was auch immer in ein Handy gepackt werden kann, betrachten Avantgardisten als Standardausrüstung eines richtigen Mobiltelefons. Nicht, dass man all diese Funktionen brauchen würde. Und es ist auch egal, wenn die neusten Features nicht einwandfrei funktionieren. Hauptsache, man reitet auf der Spitze der Technikwelle, kann abgebrühte Elektronikstudenten beeindrucken und darf sich stundenlang mit den Einstellungen, Funktionen und Macken des Technikwunders beschäftigen. 


Zukunftsträchtige Handys sind zum Beispiel:
Sony Ericsson P800: Verschmelzung von Handy und PC – alles drin, was möglich ist
Orange SPV: das erste Microsoft-Handy – mit Beschäftigungsgarantie dank Windows
Nokia 3650: Wolf im Schafspelz mit eigenwilliger Tastatur

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   ÄsthetenDas Handy ist ein funktionales Accessoire, genau wie die Armbanduhr und das Auto: Das Mobiltelefon muss zur Kleidung passen, entweder durch auswechselbare Oberschalen oder durch zeitlos elegantes Design. Schick und cool sind Farbdisplays mit verschiedenen stilvollen Hintergrundbildern sowie eine dezente Tastaturbeleuchtung, damit sich das Prunkstück abends in der In-Bar wirkungsvoll präsentieren lässt. Gute Verarbeitung und edle Materialien verstehen sich von selbst, denn das Handy darf keinesfalls billig wirken. 


Edle Handys sind zum Beispiel:
Siemens SL55: klein, schlicht, zeitlos elegant
Motorola V70: für alle, die ein auffälliges Design suchen
Nokia 8310: in der Nacht dank gediegener Lichteffekte ein Hingucker

   PragmatikerDas Handy ist ein Gebrauchsgegenstand zum Telefonieren und SMS-Schreiben. Nicht mehr, aber ganz bestimmt auch nicht weniger. Wichtig sind darum gute Empfangsqualität, starke Akkus für lange Gesprächs- und Stand-byzeiten, solide und griffige Tastatur, stabile Verarbeitung, allenfalls ein paar praktische Zusatzfunktionen (Thermometer, Radio) und vor allem: einfache Bedienung. Alles andere – Kamera, Farbmonitor, Musik- und Spiele – ist Schnicknack, frisst Akkustrom, verkompliziert den Gebrauch und erhöht den Preis. 


Funktionale Handys sind zum Beispiel:
Siemens A52: mehr braucht es nicht
Philips Xenium 9@9: läuft über zwei Wochen ohne Aufladen
Nokia 5100: das Sackmesser unter den Handys für den Outdoor-Nutzer

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