Diese Änderungen - höherer Selbstbehalt, Anpassung der Prämie - sind eine Folge der zunehmenden Elementarereignisse wie etwa Überschwemmungen oder Erdrutsche. Hausratversicherungen decken unter anderem die entsprechenden Schäden ab. Bei der Ausgestaltung dieses Vertragsteils sind die Versicherungsgesellschaften aber nicht frei; vielmehr schreibt der Bund sowohl die Höhe des Selbstbehalts wie auch den Prämienanteil vor. Auf den 1.1.2007 hat er nun beides neu festgelegt - das führt zu den Briefen, welche die Versicherten aktuell bekommen. Und beantwortet eine Ihrer Fragen: Alle Versicherungen müssen für Elementarschäden den gleichen Selbstbehalt anwenden. Andere Selbstbehalte, zum Beispiel für den «einfachen Diebstahl auswärts», sind davon nicht betroffen.

Das Kleingedruckte ist entscheidend
Erlaubt die Änderung nun eine Kündigung? Massgebend sind die Kündigungsklauseln in den allgemeinen Versicherungsbedingungen zu Ihrer Police. Wenn Sie darin ein Kündigungsrecht haben, können Sie jetzt die Ankündigung für den höheren Selbstbehalt respektive für die höhere Prämie zum Anlass nehmen, Ihre Hausratpolice zu kündigen. Auch wenn Ihr Versicherungsjahr noch bis ins 2007 hinein dauert, können Sie auf Ende 2006 kündigen, weil der Bund die Neuerung für alle Verträge auf den 1.1.2007 in Kraft setzt.

Schicken Sie das Kündigungsschreiben eingeschrieben und so, dass es spätestens am 29. Dezember 2006 bei Ihrer Versicherung eintrifft. Dabei können Sie verlangen, dass Sie den nicht verbrauchten Prämienanteil zurückerhalten. Beachten Sie: Nur wenn Sie zu einer deutlich günstigeren Hausratversicherung wechseln, bringt Ihnen die Kündigung eine Ersparnis, da der Elementarschadenanteil bei allen Gesellschaften einheitlich ist.

Bei einer kombinierten Police - Hausrat verbunden mit Privathaftpflicht- oder Wertsachen- oder Rechtsschutzversicherung - entscheidet wiederum das Kleingedruckte, ob Sie alles oder nur den Hausratanteil kündigen können.

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