«Im Kundendienst besteht ein deutliches Verbesserungspotenzial», liess sich Cablecom-Sprecher Stephan Howeg im Beobachter zitieren (Beobachter Nr. 4). Doch trotz Selbstkritik scheint keine Besserung in Sicht zu sein. Schon wieder hat der Kabelnetzbetreiber Tausende seiner Kunden verärgert: mit einer Mahnung für einen Dienst, den sie gar nie bestellt hatten. Angemahnt wurden Fr. 25.50 Jahresgebühr für das so genannte Service-Plus-Abo. Nicht nur die ungerechtfertigten Mahnungen sind umstritten, sondern der Nutzen des Dienstes selber.

«Einer unserer Mitarbeiter hat vergessen, die Rechnungen zu unterdrücken. Deshalb gingen die Mahnungen irrtümlich raus», erklärt Howeg die Panne. «Wir konnten aber die meisten Briefe vor dem Versand abfangen.» An die Empfänger sei sofort ein Schreiben gesandt worden, das den Irrtum erklärt habe. «Wer bereits bezahlt hat, erhält das Geld natürlich zurück.»

Einzige Profiteurin dieser unnützen Aktion ist die Post. Sie konnte immerhin zweimal Porti für die unerwünschten und ärgerlichen Sendungen einstreichen.

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