Um die Steuer zu bezahlen, muss der private Direktimporteur einen Korrespondenzmarathon auf sich nehmen: Bislang konnte man das Fahrzeug nach Erledigung der Zollformalitäten direkt beim kantonalen Strassenverkehrsamt zur Vorführung anmelden. Neu muss man zuerst den vom Zoll abgestempelten Prüfungsbericht (Formular 13.20 A) sowie das COC-Dokument (Certificate of Conformity) ans Bundesamt für Strassen einschicken. Dieses berechnet die Steuer und schickt eine Rechnung. Nach Zahlung derselben erhält man die abgestempelten Dokumente zurück. Erst dann darf das Auto zum Strassenverkehrsamt.

Der Bund geht von einer Bearbeitungszeit von einigen Tagen aus. Wichtig ist deshalb, dass die ausländische Verkaufsgarage das Auto mit einer sogenannten Überführungsnummer ausstattet. Mit dieser kann das Fahrzeug 20 Tage in der Schweiz legal gefahren werden.

Vor allem grosse Wagen werden teurer

Die CO2-Steuer wird hubraumstarke Fahrzeuge erheblich verteuern. Bei diesen lohnte sich bis jetzt der Direktimport am meisten. Ein BMW 535i mit 306 PS wird rund 4000 Franken teurer. Aber auch ein VW Golf 1.4 TSI mit 160 PS verteuert sich um rund 1500, ein Skoda Octavia Combi 1.8 TSI gar um rund 2700 Franken.

Viele deutsche Garagen bieten heute einen «Hauslieferservice» an und kümmern sich um Einfuhr und Zulassung. Ob dem auch ab Juli so ist, ist fraglich. «Wir haben noch keinen konkreten Plan», sagt Thomas Bitz, Geschäftsführer von Gohm und Graf Hardenberg, mit sieben Garagenbetrieben ein Schwergewicht in der Bodenseeregion.