Die beiden Ledersofas, die Walter Bähler und seine Partnerin Sandra Senn im April 2006 bei Conforama bestellten, hatten für sie besondere Bedeutung: Sie waren ein Geschenk der Eltern für ihren gemeinsamen Haushalt. Deshalb war die Enttäuschung gross, als das Paar schon bei der Lieferung feststellte, dass das Leder an einigen Stellen schadhaft war. Der Chauffeur nahm die Mängel gleich auf. Zusätzlich fragte Sandra Senn ein paarmal telefonisch nach, um die Sache voranzubringen. Doch nichts passierte. Senn schickte einen ersten, dann einen zweiten eingeschriebenen Brief - noch immer standen die mangelhaften Sofas in der Wohnung. Ende August wandte sich Walter Bähler an das Beratungszentrum des Beobachters: «Was können wir tun, damit wir zu unserem Recht kommen?»

Mit dem Beobachter-Argumentarium hakten Bähler und Senn bei Conforama nach. Die Antwort kam prompt: Die Sofas sollten ausgetauscht werden. «Müssen wir da wieder etliche Wochen warten?», fragte Walter Bähler den Beobachter. Nein, in einem solchen Fall kann man vom Vertrag zurücktreten. Auch Conforama sah es so: «Wir haben den Garantieanspruch immer akzeptiert», betont Evelyne Schach vom Konsumentendienst. «Dass es nicht sofort geklappt hat, war nicht böser Wille unsererseits, sondern ein Kommunikationsproblem.» Rund fünf Monate nach Lieferung hatten Walter Bähler und Sandra Senn zwar kein Sofa, aber den Gegenwert von rund 2'100 Franken bar in der Hand. Walter Bähler ist erleichtert: «Die Beobachter-Beratung hat uns geholfen, richtig vorzugehen.»

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