Das hängt von den Bedingungen im Vertrag ab: Sie müssen die höhere Leasingrate akzeptieren, falls da steht, dass jederzeit ein höherer Mehrwertsteuersatz angewandt werden kann. In der Regel ist das ausdrücklich so festgehalten. Gibt es hingegen keinen solchen Vorbehalt, können Sie reklamieren und der Firma mitteilen, dass Sie mit der Erhöhung nicht einverstanden seien, da dafür die vertragliche Grundlage fehle.

Im Herbst 2009 hat das Volk entschieden, dass die Mehrwertsteuer befristet für sieben Jahre erhöht wird, um den Fehlbetrag der Invalidenversicherung zu reduzieren. Die neuen Mehrwertsteuersätze sind ab dem 1. Januar 2011 gültig. Der normale Satz steigt von 7,6 auf 8 Prozent, derjenige für Beherbergungen auf 3,8 Prozent und der reduzierte Satz auf 2,5 Prozent. Der letztere gilt unter anderem für Nahrungsmittel, Medikamente, Zeitungen, Bücher und kulturelle Leistungen.

Die Anbieter haben in den ersten drei Monaten Zeit, die Preisanschrift anzupassen. Sie müssen die Konsumenten deutlich und gut sichtbar informieren, dass im angegebenen Preis die Änderung des Steuersatzes noch nicht enthalten ist. Bereits publizierte Prospekte sollten einen Aufkleber oder eine Beilage in diesem Sinn enthalten. Die Kontrolle darüber liegt bei der kantonalen Gewerbepolizei.

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Was passiert beim Jahreswechsel?

Für die Anbieter gilt: Bei allen Verträgen, die sich über den Jahreswechsel erstrecken, müssen sie die Mehrwertsteuer für Leistungen im Jahr 2010 nach dem alten Satz und für Leistungen im 2011 nach dem neuen Steuersatz zahlen. So etwa bei Abonnements für Zeitungen, Zeitschriften und Beförderungen (Halbtax-, General-, Skisaisonabos), aber auch bei Serviceverträgen für Heizungen, Haushaltmaschinen und Computersysteme.

Für die Konsumenten gilt: Wenn in den Verträgen nicht steht, dass die geänderte Mehrwertsteuer auf den Kunden überwälzt werden kann, ist der vertraglich vereinbarte Preis massgebend.