Michael Niederer und seine Frau kauften sich zwei Gartenliegestühle. Bewusst wählten sie «etwas Rechtes»: ein solid wirkendes Modell aus Kunststoff und Aluminium; Kostenpunkt: 1500 Franken. Doch schon bei den ersten Liegeversuchen liess sich die Lehne nicht in bequemer Position fixieren, sondern kippte regelmässig mit einem «Riesenkrach» nach hinten. Schliesslich brach sie sogar ab – von «solid» keine Spur.

Nachdem der Möbelverkäufer auf zwei telefonische Beschwerden nicht reagiert hatte, schickten Niederers eine Mängelrüge – geschrieben und begründet gemäss der Empfehlung des Beobachters. Doch das Möbelgeschäft wiegelte ab: Der Importeur sei für die Sache zuständig. Dieser kam tatsächlich vorbei, jedoch nur, um die abgebrochene Lehne mitzunehmen. Er werde das Problem mit dem Hersteller klären – ein bis zwei Wochen müssten sich Niederers schon gedulden.

«Müssen wir tatsächlich so lange warten?», wandte sich Michael Niederer erneut an das Beobachter-Beratungszentrum. «Auf keinen Fall», riet der Beobachter und ermunterte die enttäuschten Kunden, nachzuhaken und dem Möbelgeschäft die Rechtslage klar zu machen. Das wirkte: Der Verkäufer holte die mangelhaften Gartenliegen ab und zahlte den Kaufpreis bar zurück.

Michael Niederer ist froh, die leidige Angelegenheit endlich abschliessen zu können: «Ihre Hilfe hat mir die nötige Sicherheit gegeben, dem Verkäufer Paroli zu bieten.»

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