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Ware im Ausland bestellen

Wie die Kosten tief halten?

Thinkstock Kollektion

Frage: Ich habe in einem englischen Onlineshop eine CD-Kollektion für 85 Euro bestellt. Inklusive Versand und Verpackung zahlte ich rund 110 Franken. Nun verlangt der Spediteur weitere 48 Franken – für Mehrwertsteuer und Zollabfertigung. Muss ich das zahlen?

von Doris Huberaktualisiert am 2017 M02 27

Sobald Sie Waren aus dem Ausland importieren, fallen die schweizerische Mehrwertsteuer und die Zollgebühr an. Auch die Bearbeitung dieser Zollabfertigung geht zu Ihren Lasten. Sie müssen also die Spediteur-Rechnung  zahlen.

Doch wenn Sie wieder im Ausland bestellen, empfiehlt es sich, schon bei der Bestellung darauf zu achten, mit welcher Logistikfirma der Onlineshop zusammenarbeitet. Denn es gibt teurere und günstigere Varianten. Die günstigeren sind das Resultat von Verhandlungen des Preisüberwachers mit der Post und einigen Spediteuren.

Konkret heisst das: Wenn der ausländische Verkäufer die Ware mit der nationalen Post verschickt oder auch mit den Post-Töchtern GLS und EMS, kostet die Zollabfertigung für Pakete aus den Nachbarländern CHF 11.50, aus allen andern Ländern 16 Franken. In beiden Fällen kommen 3 Prozent des Warenwerts hinzu, wobei die Gesamtkosten auf 70 Franken begrenzt sind. Zwei Beispiele: Ein Paket im Wert von 200 Franken aus Frankreich kostet nach dieser Regelung CHF 17.50 Verzollungskosten, eines von 800 Franken aus England kostet 40 Franken.

Die deutsche Post übergibt die Pakete an DHL. Deren vereinfachte Verzollung bei Sendungen unter 1000 Franken kostet 19 Franken. Die Spediteure DPD und TNT schliesslich verlangen für die Verzollung von Paketen unter 1000 Franken 18 Franken plus 3 Prozent des Warenwertes.

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Geringer Wert: Gratis-Zollabfertigung

Betragen Schweizer Mehrwertsteuer und Zoll je weniger als 5 Franken, ist die Zollabfertigung bei der Post und bei den Spediteuren GLS, EMS, DHL, DPD und TNT kostenlos. So können Sendungen, die weniger als 62 Franken wert sind, ohne Zusatzkosten importiert werden. Zu beachten ist aber: Der Wert einer Sendung setzt sich aus Kaufpreis, Porto-, Versand- und teils Versicherungskosten zusammen.

Es lohnt sich, bei der Bestellung den Verkäufer aufzufordern, das Paket mit der nationalen Post oder mit einem der genannten Spediteure zu verschicken. Wenn er dazu nicht bereit ist, wechselt man besser den Onlineshop, um die Einfuhrkosten gering halten zu können.

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Weitere Informationen

Detaillierte Informationen der Schweizerischen Post zum Import- und Zollwesen.

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