Ursula H. bekommt ­bereits den dritten ­Werbeanruf des Tages. Diesmal möchte ihr ­eine Weinfirma einen «ganz speziellen» ­Bordeaux verkaufen. Ursula H. trinkt aber keinen Wein. Und sie ärgert sich, weil sie im Telefonbuch mit einem Sterneintrag angegeben hat, dass sie keine Werbeanrufe wünscht.

Sie regt sich zu Recht auf. Denn seit dem 1. April 2012 sind Werbeanrufe bei Personen, deren Telefonbucheintrag mit ­einem Stern gekennzeichnet ist, nicht mehr erlaubt.

Das neue Verbot gilt allerdings nur für Angebote per Telefon und Telefax. Werbung per Post darf weiterhin ungestraft an Haushalte mit einem Stern­eintrag ­verschickt werden.

Zudem sind Werbeanrufe nur dann verboten, wenn keine Kundenbeziehung besteht. Telefonische Werbung gegenüber bestehenden oder ehemaligen ­Kunden ist trotz Sterneintrag erlaubt. ­Also zum Beispiel dann, wenn Ihr ­Weinhändler, bei dem Sie Kunde sind, anruft und Sie auf ein spezielles Angebot aufmerksam macht.