Wer sich im Ausland bestellte Ware nach Hause liefern lässt, kennt den Ärger. Zoll, Mehrwertsteuer und vor allem gesalzene Gebühren für die Abwicklung der Zollformalitäten sind schnell mal gleich hoch wie der eigentliche Warenwert. Kommt das Paket nicht über die staatliche Post, sondern mit einer privaten Kurierfirma an die Grenze, wird das Ganze noch teurer.

Keine Nachteile für E-Shopper

Viele Internetshopper ahnten deshalb Schlimmes, als bekanntwurde, dass die Deutsche Post seit Ende Juni die Pakete an der Grenze nicht mehr der Schweizerischen Post übergibt, sondern ihrer eigenen Tochterfirma DHL. «Diese arbeitet als private Firma mit der teuren Privatverzollung», schrieb die «NZZ am Sonntag». Das würde heissen: Pro Paket werden nicht 18, sondern mindestens 43 Franken an Gebühren fällig.

Weil ein Grossteil der von Schweizer Internetshoppern gekauften Ware aus Deutschland kommt, befürchtete Konsumentenschützerin Sara Stalder, dass «die Zollgebühren für die Konsumenten explodieren».

Doch jetzt entwarnt die Deutsche Post: «Bei der Auslieferung durch DHL werden dieselben Zollsätze und Gebühren wie bei der Auslieferung über die Schweizer Post erhoben. Für Schweizer Konsumenten entstehen also keinerlei Nachteile», sagt eine Sprecherin.

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Tipp: beim Händler darauf bestehen, dass er via Deutsche Post und nicht via Kurierdienst versendet.