• Wetter: Vor der Tour Wetteraussichten checken; bei Gewitterneigung früh starten oder verschieben. Unterwegs auf Wetterentwicklung achten; bei Gewitter weg von Graten und Eisenteilen (Blitzableiter)! Bei Wettersturz rechtzeitig umkehren!
  • Schwierigkeitsklassen: Planung dem Können und dem Konditionsstand anpassen. Im Frühling nicht mit einer schwierigen Tour beginnen. Klettersteige werden nach zwei Kriterien eingestuft. Die technischen Anforderungen gehen von KS1 (sehr einfache Klettersteige, Sicherungen werden kaum benötigt) bis KS6 (äusserst schwierig, kaum Tritthilfen, teilweise ist man nur auf seine Armkraft angewiesen). Die alpinen Rahmenbedingungen rangieren von A (leichte Bergwanderungen) bis E (hochalpine Bergtouren).
  • Tour: Beim ersten Mal sollte man am besten unter der Leitung eines Klettersteigkenners aufsteigen.
  • Ausrüstung: Richtet sich nach Klettersteiganforderungen. Absolutes Muss: Steinschlaghelm, Hüftgurt, Klettersteigset mit Y-förmiger Klettersteigbremse und zwei Klettersteigkarabinern (Klettersteigset: rund 150 Franken; Leihgebühr zwischen 25 und 30 Franken pro Tag). Daneben festes Schuhwerk; wenn Handschuhe, dann Klettersteighandschuhe (Radhandschuhe schützen Finger und Gelenke nur bedingt).
  • Verhalten: Am Klettersteig klettern; das Drahtseil dient primär der Sicherung. Zwischen zwei Verankerungen sollte immer nur eine Person unterwegs sein (Mitreissgefahr bei Sturz). Vor allem im Geröll sorgfältig gehen, keine Steine lostreten.
  • Sicherheit: Kein blindes Vertrauen in Drahtseile, Haken und Verankerungen; sie können beschädigt oder locker sein. Defekte Sicherungen unbedingt melden!
  • Kinder: Klettersteige können auch von berggewohnten Kindern in Begleitung Erwachsener gemeistert werden. Sie sollten sich sichern können und gross genug sein, um Tritte zu erreichen. Meist ab acht Jahren der Fall. Immer vorher informieren.


    • Quellen: Iris Kürschner: «Klettersteige Schweiz»;

www.myswitzerland.com

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