Seit knapp einem Jahr liefern Autofahrer beim Tanken pro Liter Benzin oder Diesel 1,5 Rappen zusätzlich ab. Das Geld fliesst in den Topf der Stiftung Klimarappen. Diese finanziert damit Projekte, die helfen, den Ausstoss von CO2 zu reduzieren. Ziel ist die Einhaltung des Kyoto-Protokolls, das die Schweiz 2003 ratifiziert hat. Das Protokoll verpflichtet uns, den CO2-Ausstoss bis 2010 um jährlich vier Millionen Tonnen zu reduzieren. Mehr als 180 Millionen Franken aus dem Klimarappen-Topf werden für die Unterstützung energetischer Sanierungen von älteren Häusern eingesetzt, da hier das CO2-Einsparpotenzial besonders gross ist.

Seit Juni dieses Jahres können Hausbesitzer Anträge für Fördergelder stellen, 1500 Gesuche sind bereits in Bearbeitung, 120 Verträge wurden schon abgeschlossen. «Die Nachfrage entspricht in etwa unseren Erwartungen», sagt Marco Berg, Geschäftsführer der Stiftung Klimarappen. Die 1500 Gesuche sind aber erst der Anfang: Rund 10'000 Projekte möchte die Stiftung bis 2009 unterstützen.

Förderanträge können Hausbesitzer stellen, deren Gebäude vor 1990 gebaut wurden und mit Öl oder Gas beheizt sind. Die Investitionen in die energetische Sanierung müssen mindestens 40'000 Franken betragen, und es müssen zwei der drei Elemente Fenster, Aussenwände und Dach/Estrichboden saniert werden. Hausbesitzer können mit einer Unterstützung in der Höhe von 10 bis 15 Prozent der eigenen Investitionen rechnen.

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