Ist die Plastikkarte weg, bedeutet das Ärger für den Besitzer, denn für den Verlust muss er selber aufkommen. Post, Banken und Kreditkartengesellschaften kneifen aber auch, wenn der Bancomat spukt.

Davon kann Otto Dätwyler aus Biel ein Lied singen. Seit vielen Jahren ist er zufriedener Eurocard-Besitzer. Problemlos hatte er im Ausland jeweils Benzin und Hotels bezahlt. Doch als er im spanischen Alicante sein Budget aufstocken wollte, gabs Schwierigkeiten. Dätwyler tippte am Bancomaten den Betrag von 25'000 Peseten ein, unterbrach dann allerdings den Vorgang ohne Geldbezug – die Anweisungen auf dem Bildschirm in Spanisch verstand er nicht.

Zurück in der Schweiz, erhielt Dätwyler eine Belastungsanzeige über 20'000 Peseten. Einen solchen Betrag hatte er gar nicht eingetippt. Drei schriftliche Reklamationen bei Eurocard in Zürich blieben unbeantwortet. «Warum, um Gottes willen, erhalte ich keine Antwort?», fragte Dätwyler das Beobachter-Beratungszentrum.

Das wollte der Beobachter auch wissen und schrieb Eurocard einen freundlichen Brief. Auch der blieb bis heute unbeantwortet. Erst ein unmissverständliches Telefongespräch des Beobachter-Geldexperten zeigte Wirkung. Kurz darauf erhielt Otto Dätwyler kommentarlos eine Gutschriftsanzeige über 20'000 Peseten.

Anzeige

Bleibt nur zu hoffen, dass der Geldautomat in Spanien und der Kundendienst von Eurocard inzwischen wieder einwandfrei funktionieren.