Für Heiri und Erika Bäbler aus Elm GL sollten es die ersten Ferien sein seit 15 Jahren. Sie hatten bei einem Wettbewerb mitgemacht – und prompt eine Städtereise nach Paris gewonnen. Carfahrt sowie drei Ubernachtungen offerierte das Reisebüro Mondial aus München. 558 Franken für Stadtausflüge und dergleichen mehr mussten die beiden aber gleichwohl hinblättern.

Bereits am Bahnhof Glarus wars vorbei mit der guten Ferienlaune: Zum schriftlich zugesicherten Zeitpunkt erschien kein Car. Bäblers warteten geschlagene anderthalb Stunden, dann kehrten sie enttäuscht zurück auf die Elmer Alp.

Der Gipfel der Unverschämtheit: Mondial traf keinerlei Anstalten, ihren Kunden den einbezahlten Betrag zurückzuerstatten. Bäblers wandten sich deshalb an das Beobachter-Beratungszentrum. War da nicht noch ein anderer Mondial-Fall in Bearbeitung? Klar doch: Eine vierköpfige Familie hatte eine Nacht auf der Autobahnraststätte in Pratteln verbracht und vergeblich auf den Car nach Paris gewartet.

Der zuständige Berater verlangte den Mondial-Chef persönlich ans Telefon. Dieser zeigte sich zwar erstaunt, dass die «paar Einzelfälle» noch immer nicht bereinigt seien, erkundigte sich aber pflichtschuldigst nach den Kontonummern der Sitzengelassenen – als hätten diese die Daten samt wiederholter Beschwerde nicht schon längst eingereicht. Eine grosse Enttäuschung mit einem kleinen Happy End.

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