Ein Vermittler aus dem Bekanntenkreis machte Rudolf Lussi 1998 einen Immobilienkauf in Deutschland schmackhaft: Ganz ohne Kapitaleinsatz winke bei der Heim&Boden Bauträger AG in Zeulenroda ein Gewinn von mindestens 13'000 Franken. So viel springe heraus, wenn er eine Einzimmerwohnung in einem verlassenen Flecken irgendwo in Deutschland sofort nach dem Erwerb wieder verkaufe. Eine Grossbank in München finanzierte den Kaufpreis von rund 100'000 Franken problemlos, doch auf einen Gewinn wartete der Kunde vergeblich. Stattdessen erhielt Lussi im letzten März eine Betreibungsandrohung über 55'000 Franken für ausstehende Hypothekarzinsen.

Der Beobachter entdeckte diverse Unkorrektheiten und intervenierte. Resultat: Die Bank veräussert die Wohnung und verzichtet auf jegliche Forderung. Aber: Viele Schweizer Immobilienkäufer dürften weiterhin auf einer tickenden Zeitbombe sitzen.

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