Christian Roth und Emma Schiwek hatten sich so sehr gefreut auf «Excalibur – The Celtic Rock Opera». Sie hatten die Tickets vor allem wegen des Schauspielers Michael Mendl gekauft, der in Basel als Merlin auftreten sollte. Doch er kam nicht. Und der Veranstalter informierte weder vor noch während der Vorstellung darüber.

Erst später sah das Paar im Internet, dass der Hauptdarsteller drei Tage zuvor krankheitshalber abgesagt hatte. Es fragte beim Beobachter-Beratungszentrum: «Haben wir Anspruch auf eine Vergütung?» Rechtlich gesehen darf der Veranstalter die Besetzung zwar ändern. Doch man kann von einem Mangel ausgehen, wenn Hauptdarsteller ersetzt werden und Besucher die Tickets vor allem ihretwegen gekauft hatten.

Daher riet der Beobachter, schriftlich Schadenersatz zu fordern und geltend zu machen, dass der Hauptdarsteller «wesentlich prägend» für die Aufführung und die Kunden war. Nach drei Monaten und mehrmaligem Nachhaken war der Veranstalter bereit, die Ticketpreise von je 95 Franken zurückzuzahlen. Eine Erfahrung, die das Beobachter-Beratungszentrum oft macht: Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

Anzeige

«Woche für Woche direkt in Ihre Mailbox»

Matthias Pflume, Textchef Digital

Woche für Woche direkt in Ihre Mailbox

Der Beobachter Newsletter