Othmar Haefliger aus Kirchberg BE war bass erstaunt, als er die neue Jahresrechnung für seinen Fitnessklub erhielt. Fast 30 Prozent mehr sollte das Abo neu kosten. Der Klub hatte zwar darüber informiert, dass er einen neuen Namen und einen neuen Standort habe. Von einem höheren Preis stand da aber nichts. «Ein Vertrag kann doch nicht so erneuert werden?», fragte Haefliger beim Beobachter-Beratungs­zentrum nach. «Nein. Eine solch einseitige Preisänderung muss man nicht akzeptieren», lautete die Antwort.

Othmar Haefliger schickte dem Fitnessklub einen eingeschriebenen Brief, in dem er die Mitgliedschaft bei der neuen Firma ablehnte. Zudem schrieb er: «Ich bin nicht gewillt, diesen massiven Preisaufschlag zu akzeptieren.» Doch statt einer Antwort kam eine erste und dann eine zweite Mahnung. Haefliger hakte nach: «Ich erwarte, dass Sie Ihre Unterlagen genau durchsehen.» Schliesslich rief die Geschäftsleiterin an. Sie habe sich mit ihrem Rechtsdienst besprochen und werde nicht auf der Forderung und der Vertrags­verlängerung beharren. Haefliger ist zufrieden: «Spannend, wie manches sich zum Guten wendet, wenn man nicht lockerlässt.»

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Quelle: Thinkstock Kollektion
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