Kaffeemaschinen haben ein Gedächtnis. Das wurde dem Verkaufspersonal der Fust-Filiale an der Zürcher Birmensdorferstrasse zum Verhängnis. Dort hatte Fust-Kunde Florian Wick eine Kaffeemaschine für sein Büro gekauft. Ein wahres Schnäppchen - 600 Franken Rabatt auf den vollen Preis. Begründung für den Preisnachlass: Es handle sich um das letzte Modell.

Als Wick dann das vermeintlich neue Gerät in Betrieb nahm, traute er seinen Augen nicht. Das Display zeigte unter der Funktion «Kaffee total» an, dass mit der Maschine bereits mehr als 1'300 Getränke gebraut worden waren.

Wick brachte die Occasion in die Fust-Filiale zurück. Nach einigem Hin und Her gab man den Schwindel zu. Wick konnte die Maschine zurückgeben und erhielt den vollen Kaufpreis von 999 Franken zurückerstattet.

Drei Tage später aber folgte die nächste Überraschung. Ein Bürokollege von Wick besuchte die besagte Fust-Filiale. Und da stand sie: die gleiche Kaffeemaschine, der gleiche Preis! Und erneut ohne jeden Hinweis darauf, dass es sich um ein Occasionsmodell handle. «Dieser Vorgang entspricht keinesfalls der gängigen Geschäftspolitik von Fust», sagt Mediensprecherin Sabine Weber. Es müsse sich um ein Versehen handeln. Die Angelegenheit werde intern untersucht.

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