Ein Glücksspiel ist es dann, wenn gegen einen Geldeinsatz ein Geldgewinn in Aussicht steht, der ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt (etwa Roulette, Black Jack, Spielautomaten).

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) stellt sich auf den Standpunkt, bei einem Turnier der Pokervariante Texas Hold’em bestehe ohne Geschicklichkeit nur eine sehr begrenzte oder gar keine Gewinnaussicht. Wer als Organisator sicher sein will, ob sein Turnier legal ist, kann seine Spielanlage von der ESBK beurteilen lassen (Kosten: ab 300 Franken). Vorsicht: In vielen Kantonen und Gemeinden gelten zusätzliche Vorschriften und Verbote. Auf der Homepage veröffentlicht die ESBK eine Liste der als legal qualifizierten Turniere.

Pokerrunden, bei denen Spieler nach jeder Runde wieder neue Chips kaufen und setzen können (Cash-Games), sind illegal - unabhängig davon, ob sie von einem Verein oder im privaten Rahmen durchgeführt werden und nur um geringe Einsätze gespielt wird.

Weil die Vorschriften auch für Anbieter von Glücksspielen im Internet gelten, ist Internetpoker in der Schweiz verboten. Strafbar macht sich genauso, wer Links zu (ausländischen) Online-Pokerspielen setzt. Für Teilnehmende an Online-Pokerrunden gilt: Mitspielen ist erlaubt, bei einem Strafverfahren sind aber die investierten und gewonnenen Gelder verloren.

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