Das Vorgehen entspricht gemäss der Mitteilung des Mieterinnen- und Mieterverbands dem klassischen Fall eines Mietbetrugs: Ein Betrüger schaltet auf Internetportalen fingierte Inserate für Wohnungssuchende auf. Nach einem kurzen E-Mail-Verkehr werden die Interessenten aufgefordert, auf ein bestimmtes Konto den Betrag für das Wohnungsdepot einzuzahlen. Nach der Überweisung werde dem Neumieter dann der Wohnungsschlüssel per Post zugestellt. Was allerdings nie passieren wird.

MV-Logo missbraucht

Auf der Zahlungsaufforderung ist jeweils das Logo des Mieterverbands abgebildet. Gemäss MV sei dieses gefälscht. Diese sogenannte «Deposite protection certificate» werden den Mietern als PDF-Datei per E-Mail zugesendet, darin sind die Verbindungsdaten zu einem Konto der britischen Barclays Bank angegeben, auf das der Betrag von 2120 Franken zu überweisen sei. Ebenfalls ist auf dem gefälschten Zertifikat das Logo von Airbnb aufgeführt. Der weltweite Anbieter für Unterkünfte wird als Vermittler angeben, bei dem das Wohnungsdepot hinterlegt werden muss.

Strafanzeige eingereicht

Der Mieterverband hat inzwischen Strafanzeige wegen Urkundenfälschung eingereicht. Wohnungssuchenden rät der Mieterverband dringend davon ab, Geld auf das angegebene Konto zu überweisen. Mieterinnen und Mieter, die das Geld bereits überwiesen haben, sollten unverzüglich bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Das Geld auf dem Rechtsweg zurückzufordern, sei auf Grund der britischen Gesetzgebung so gut wie chancenlos.

Der Mieterinnen- und Mieterverband empfiehlt generell, Wohnungsdepots nur auf ein Mietzinskautionskonto einzuzahlen, das ausschliesslich auf den Namen des Mieters lautet.

Weitere Infos

Weitere wichtige Informationen zum Thema Depot & Kautionsversicherung finden Sie unter www.mieterverband.ch.