Hätten Sie auch gern mehr Lohn und ein Ferienhäuschen in Spanien? «Kein Problem», versichern die drei wortgewandten Herren auf der Bühne. Etwa 60 junge Leute, darunter der 20-jährige Stephan Rohner (Name geändert), haben an diesem Abend den Weg ins Zürcher «Albisriederhaus» gefunden.

Gastgeberin ist die liechtensteinische Firma Power Management Lifestyle, deren fragwürdige Geschäftsmethoden bereits bekannt sind. An stundenlangen Präsentationen wird künftigen Mitarbeitern das schnelle Geld versprochen.

Unmittelbar im Anschluss an die Veranstaltungen werden die neuen Mitarbeiter aufgefordert, Verträge für Fortbildungsunterlagen inklusive Trainings mit klingenden Namen wie «Fit for cash & fit for sex» zu unterschreiben – Kostenpunkt: 6000 Franken.

Selber Kasse machen können die neuen Mitarbeiter durch die Anwerbung weiterer Kunden: Für jeden Neukunden, der wiederum 6000 Franken bezahlt, erhält der Vermittler 1000 Franken Provision.

Was nach einem schneeballartigen Strukturvertriebssystem aussieht, heisst bei Power Management Lifestyle Multi-Level-Marketing. Rohner geht kein Risiko ein und unterschreibt nicht – denn eine Garantie für den in Aussicht gestellten Topverdienst gibt die Firma nicht.

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