Das arabische Wort «habibi» steht für «Liebling». Doch die gleichnamige Website macht sich nur Feinde: Konsumentenschützer warnen vor ihr. Habibi.de lockt mit angeblichen Schnäppchen wie einem Samsung-Galaxy-S6-Handy für zehn Euro oder einem iMac für 46 Euro. Wer sich dafür interessiert, muss sich auf Habibi.de mit Name, Adresse und Mailanschrift anmelden.

Erst ist von einer «kostenlosen Registrierung» die Rede, dann von einer Testphase «für nur 1 Euro». In anderer Schrift, winzig und in zartem Hellblau steht aber, was das Ziel der Habibi-Betreiber ist: Der Fast-gratis-Test geht automatisch in ein Abo über, wenn man nicht rechtzeitig kündigt. Zur «einmaligen Aktivierungsgebühr» von 59 Euro kommen mindestens zwei Jahre à 98 Euro, macht total 256 Euro.

«Wer wegen der ungenügenden Preishinweise hereingefallen ist und keinen Vertrag wollte, muss nicht bezahlen.»

Doris Huber, Beobachter-Expertin

Eine klassische Abofalle, sagen Verbraucherzentralen. «Wer wegen der ungenügenden Preishinweise hereingefallen ist und keinen Vertrag wollte, muss nicht bezahlen», sagt Beobachter-Expertin Doris Huber. Betroffene sollten per Brief mitteilen, dass kein gültiger Vertrag zustande gekommen sei. Danach müssen sie auf Post von Habibi nicht mehr antworten. Verantwortlich für Habibi ist ein David Jähn in Chemnitz (D). Er ist wegen vollendeten und versuchten Betrugs angeklagt.