So ging es reihenweise den Kunden der «Swiss Ticket Line». Die Firma hatte sich eine Telefonnummer der untergegangenen Swissair geangelt und gaukelte vor, eine offizielle Buchungsstelle der Swiss zu sein. Doch mit dem vorausbezahlten Geld wurden keine Tickets gekauft, es landete in der Tasche des Firmenbesitzers (siehe Artikel zum Thema «Swiss Ticket Line: Grounding inbegriffen»).

Im April nun verurteilte das Bezirksgericht Uster den 39-jährigen Geschäftsführer des Einmannunternehmens wegen Betrugs zu 16 Monaten Gefängnis bedingt und einer Busse von 2000 Franken. Als besonders verwerflich taxierte das Gericht, dass der Verurteilte die Geschädigten gar betreiben liess und versuchte, ihnen die Schuld am Schlamassel zuzuweisen. Der Verurteilte zieht den Fall ans Zürcher Obergericht weiter. Die Geprellten werden damit weiterhin nicht entschädigt.