Auch Romano Bigi hats erwischt: Er hat von der Swisscom eine Rechnung über 4500 Franken erhalten. Wieso die Rechnung so hoch war, konnte er sich erst nicht erklären. Des Rätsels Lösung: Er ist in die Falle eines 0906er-Anbieters im Internet getappt. Der Beobachter hat das Problem bereits aufgegriffen (Nr. 18/2001), und die Anfragen im Beratungszentrum werden immer zahlreicher. Doch es gibt frohe Kunde, teilweise zumindest.

Am wichtigsten: Die 0906er-Nummern können bei der Swisscom (über die Nummer 0800 800 800) gratis gesperrt werden, auch wenn der Kunde mit einem anderen Telefonanbieter einen Vertrag abgeschlossen hat. Bisher hatte die Swisscom damit gleich noch andere Funktionen verunmöglicht. «Das konnten wir nicht zulassen», sagt Bernhard Bürki vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Die Swisscom musste das Sperrset ändern.

Die Swisscom ist nicht berechtigt, den Anschluss zu sperren, wenn die Rechnung nicht ganz bezahlt wird. Romano Bigi hat genau das Richtige getan: Den Betrag, mit dem er einverstanden war, hat er beglichen und den Rest angefochten. Denn die Swisscom ist verpflichtet, die telefonische Grundversorgung sicherzustellen.

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Zudem muss der Anbieter der 0906er-Nummer in einem Gebührenticker mit Schriftgrösse 14 Punkt anzeigen, wie viel die auflaufenden Kosten der Verbindung betragen.

Die Swisscom beharrt auf ihrer Forderung. Sie hat Romano Bigi betrieben, dieser hat Rechtsvorschlag erhoben. Denn auch er ist entschlossen: «Diese Rechnung werde ich nicht bezahlen.»