Die Masche ist immer dieselbe: Der «Verband Schweizerischer Krankenversicherer» sucht Leute, die ihre Kasse wechseln wollen. Offeriert wird ein kostenloser Check der Krankenversicherung. Doch die Sache hat einen Haken: Ein Verband mit diesem Namen existiert nicht.

Die angegebene Telefonnummer führt zur «Versicherungsbörse» in Pratteln – diese wiederum ist die Nachfolgerin der «Neutralen Versicherungsbörse», die Anfang 2002 eine millionenschwere Pleite produzierte. Dort geht das Verwirrspiel mit Namen weiter: Die Organisation heisse korrekt «Verband Schweizerischer Krankenversicherter VSK», erklärt ihr Vertreter Michael Hug – ein feiner, aber wichtiger Unterschied. Und auf eine Nachfrage des Beobachters sagt Hug schliesslich auch, was seine Organisation wirklich will: «Wir hoffen, dass unsere Kundinnen und Kunden später auch ihre Policen für Hausrat- und Lebensversicherungen von uns prüfen lassen.» Es habe aber «nie die Absicht bestanden, die Leute zu täuschen».

Santésuisse sieht das allerdings anders. Der – offizielle – Dachverband der Schweizer Krankenversicherer wird den Baselbieter Provisionsjägern schriftlich untersagen, künftig als Vereinigung der Krankenversicherer aufzutreten.