Wahrscheinlich kommt Ihnen das bekannt vor: Am Morgen war der Basilikum noch frisch und grün, doch abends, wenn er den Risotto verfeinern soll, ist er fleckig und schwarz. Oder Sie wundern sich, weshalb die Tomaten aus dem Kühlschrank so fad schmecken und der Schinken schon derart trocken ist, obwohl Sie die Packung erst gestern geöffnet haben. Ein Riesenärger.

«Oft ist nicht die Qualität der Produkte das Problem, sondern deren Aufbewahrung», sagt die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta Diener. Falsch gelagert, verlieren viele Lebensmittel den Geschmack, oder ihre Haltbarkeit wird beeinträchtigt. Die Folge: Die Esswaren landen noch vor Ablauf des Verfallsdatums im Kehricht.

Solch unnötiger Verschleiss lässt sich verhindern durch Beherzigung einfacher Regeln. Lebensmittel gehören grundsätzlich ins Dunkle. Am Tageslicht verderben sie schneller. Das gilt auch für Produkte, die in Vorratsbehältern aufbewahrt werden, und für Gewürze. Also weg mit dem Designer-Gewürzregal und dem durchsichtigen Glas für die Spaghetti!

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Nicht alle mögen es kühl

Wichtigster Aufbewahrungsort für Nahrungsmittel ist der Kühlschrank vielfach ein Ort des Grauens. Da werden Esswaren willkürlich aufeinander gestapelt, obwohl sich die einzelnen Produkte nur schwer ertragen. Zudem ist es nicht in jedem Bereich des Kühlschranks gleich kalt: Hinten und unten ist es immer kälter als vorne und oben. In der Tür und im Gemüsefach herrschen gemässigte Temperaturen.

Diese jeweils besonderen klimatischen Verhältnisse lassen sich nutzen. Käse und Milchprodukte wie Joghurt und Rahm zum Beispiel gehören nach oben und in die Mitte des Kühlschranks. Unten, wo es am kältesten ist, halten sich Fleisch, Wurst und Fisch am besten. Lauch, Karotten, Kohl, Salate und Pilze können im Gemüsefach aufbewahrt werden. Und in der Tür sind Getränke, angebrochene Konserven, Senf oder Ketchup gut aufgehoben.

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Doch Vorsicht: Nicht alles, was frisch bleiben soll, gehört in den Kühlschrank. Basilikum zum Beispiel verliert in der feuchten Kälte seine satte Farbe. Auch Kartoffeln, Auberginen, Paprika, Tomaten, Zucchini, Äpfeln, Bananen und anderen exotischen Früchten behagen die klimatischen Verhältnisse im Kühlschrank gar nicht. Sie alle sind an einem luftigen, trockenen Ort besser aufgehoben.

Chaoten, für die diese Aufbewahrregeln zu mühsam oder zu kompliziert sind, bleibt nur ein Ausweg: Kaufen Sie immer nur so viel ein, wie Sie sofort verwerten können. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern tun auch etwas für die Umwelt.

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