Ferien ohne Digitalkamera? Für viele Hobbyfotografen ein unvorstellbarer Gedanke. Zu Recht: Gerade während der schönsten Tage des Jahres spielen die elektronischen Kameras ihre grosse Stärke aus. Am Abend kann man die Schnappschüsse des Tages noch einmal auf dem Minidisplay Revue passieren lassen. Schlechte, doppelte oder peinliche Aufnahmen werden gleich wieder gelöscht so muss man nach den Ferien nicht für die Entwicklung verpatzter Bilder zahlen.

Manchmal können einem Digitalkameras jedoch den schönsten Urlaubstag vermiesen: Akku leer oder Speicher voll wer darauf nicht vorbereitet ist, wünscht sich den guten alten Fotoapparat zurück, den man mit Film und Batterien aus dem nächsten Souvenirshop wieder flottmachen kann.

Auf Stromverbrauch achten

Ein Ersatzakku und zusätzliche Speichermedien schützen vor bösen Überraschungen und natürlich das zugehörige Ladegerät mit dem länderspezifischen Steckeradapter. Viele Digitalkameras sind nämlich wahre Stromfresser; einige schaffen mit einer Akkuladung nicht mal 30 Bilder!

Gut beraten ist, wer tagsüber auf geringen Stromverbrauch achtet. Das heisst in erster Linie: Wenn immer möglich den Kamerabildschirm ausschalten, denn dieser frisst am meisten Energie. Verwenden Sie, falls vorhanden, den Sucher und schauen Sie sich die Fotos auf dem Bildschirm erst am Abend an mit der Kamera am Netzgerät. Vermeiden Sie auch unnötiges Blitzen.

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Das Problem des vollen Speichermediums, auf das die Kamera die Bildinformationen ablegt, ist mit einem zweiten Modul leicht gelöst. Es stellt sich aber erneut, wenn alle mitgenommenen «digitalen Filme» belichtet sind. Die einfachste Lösung ist der Gang ins nächste Fotofachgeschäft: Die meisten Labors sind imstande, die digitalen Daten auf Fotopapier auszudrucken der gelöschte Speicher ist wieder frei für neue Schnappschüsse.

Technik sinnvoll nutzen

Speicherplatz lässt sich auch sparen, indem man die technologischen Möglichkeiten sinnvoll nutzt. Im Unterschied zum Knipsen mit herkömmlichen Filmen hat es der Digitalfotograf selbst in der Hand, wie viele Bilder seine Kamera aufnehmen kann einerseits durch die Wahl von Speichermedien unterschiedlicher Kapazität zwischen 16 Megabyte und einem Gigabyte, anderseits durch die Wahl der Bildauflösung, die darüber entscheidet, wie gross die Fotoausdrucke der Aufnahmen werden können. Für Standardprints (9 x 13 Zentimeter) genügt in der Regel eine Auflösung von einem Megapixel (siehe Nebenartikel «Speicherkapazität: Mehr Bilder dank weniger Auflösung»). Auf ein 64-Megabyte-Speichermodul passen so rund 200 Bilder genug für ein dickes Fotoalbum.

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