1. Home
  2. Digital
  3. Multimedia
  4. Handy: Fern von günstigen Tarifen

HandyFern von günstigen Tarifen

Wer ins Ausland reist, riskiert bei der nächsten Handyrechnung eine ganz böse Überraschung. Das muss nicht sein: vier Tipps, wie Sie hohe Kosten vermeiden.

von

Sie hören den Anrufbeantworter von Fritz Müller. Ich bin zurzeit nicht erreichbar.» Diese Mitteilung der Combox kann bis zu Fr. 9.40 kosten. Nicht den Anrufer, sondern den Besitzer des angerufenen Handys. Versucht es der Anrufer erneut, erhöht sich die Handyrechnung jedes Mal um mehrere Franken.

Anders als in der Schweiz zahlt man im Ausland für alle Anrufe, die man empfängt. Also auch für jene, die auf der Combox landen. Und weil diese auf einem Server des Handynetzbetreibers in der Schweiz ist, belastet der Netzbetreiber sowohl die Gebühren ins Reiseland als auch jene zurück in die Schweiz. Konkret: Beim Thailand-Aufenthalt kostet das Sunrise-Kunden Fr. 7.75, Orange-Kunden Fr. 6.80 und Swisscom-Kunden Fr. 5.70 – pro Minute! Und mit jedem Abhören von Meldungen auf der Sprachbox zahlt man ein weiteres Mal für die internationale Verbindung.

Noch teurer kann es werden, wenn man am Hotelpool mit dem Smartphone Youtube-Videos anschaut. Ohne die Benutzung eines WLAN-Hotspots summieren sich so rasch einmal Gebühren in drei- oder gar vierstelliger Höhe.

Was lässt sich dagegen tun? Mit den folgenden vier Tipps lässt sich kräftig sparen.

1. Stellen Sie Ihren Anrufbeantworter um

Sie haben zwei Möglichkeiten: Deaktivieren Sie während eines Auslandsaufenthalts die automatische Weiterleitung an den Anrufbeantworter (siehe nachfolgenden Hinweis «Anrufbeantworter: So stellen Sie die Combox um»). Klingelt Ihr Handy, können Sie von Fall zu Fall entscheiden, ob Sie den Anruf entgegennehmen wollen. Lassen Sie es klingeln, entstehen keine Kosten.

Die Alternative: Leiten Sie sämtliche Anrufe direkt auf den Anrufbeantworter um. Dadurch bleiben diese in der Schweiz und verursachen für Sie keine Kosten. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn Sie auf Ihrer Sprachbox zuvor eine Nachricht dieser Art hinterlassen: «Ich bin zurzeit telefonisch nicht erreichbar und höre meine Combox nicht ab. Bitte teilen Sie mir Ihr Anliegen per SMS oder E-Mail mit. Ich werde mich dann bei Ihnen melden.» So verpassen Sie niemanden, der Ihnen etwas Wichtiges zu sagen hat.

2. Kaufen Sie eine Auslandsoption

Selbst wenn Sie die Handynutzung im Ausland auf ein Minimum beschränken, lohnt es sich, für die Dauer des Aufenthalts eine sogenannte Auslandsoption zu lösen. Sie ist für wenig Geld bei allen Schweizer Mobilfunkanbietern monatsweise erhältlich. Bei Swisscom und Sunrise kostet sie neun Franken pro Monat, bei Orange nur drei Franken. Der Kauf lohnt sich, selbst wenn Sie nur wenig telefonieren. Die Option reduziert die Tarife etwa um die Hälfte, der Kaufbetrag ist meist schon nach wenigen Gesprächsminuten wieder eingespielt.

3. Surfen und mailen Sie mit Mass

Zwar gibt es auch für den Datenverkehr Auslandsoptionen, aber bei hohen Datenmengen, wie sie beim Herunterladen von Musik oder beim Anschauen von Filmen erreicht werden, wird es trotzdem rasch teuer. Damit Sie gar nicht erst in Versuchung kommen, deaktivieren Sie am besten das Daten-Roaming oder blockieren die automatische Internetverbindung. Wie das bei Ihrem Gerät geht, lassen Sie sich im Mobilfunk-Shop erklären. Aufs Surfen und Mailen, ja sogar auf Youtube brauchen Sie dennoch nicht zu verzichten: Nutzen Sie dafür einfach Internetcafés oder andere öffentliche Zugänge – da haben Sie erst noch einen anständig grossen Bildschirm und behalten die Kosten im Griff. Und falls Sie dennoch mit dem eigenen Smartphone oder iPad online gehen wollen, halten Sie sich an WLAN-Hotspots.

4. Verwenden Sie eine lokale Prepaidkarte

Wenn Sie bei längeren Auslandsaufenthalten häufig lokal telefonieren möchten, kaufen Sie sich vor Ort mit Vorteil ein günstiges Prepaidhandy. Oder Sie nutzen eine lokale Prepaidkarte mit einem mitgenommenen Zweithandy. Das funktioniert aber nur, wenn dieses keinen SIM-Lock hat. Damit sind lokale Gespräche sehr viel günstiger als mit Ihrer Schweizer SIM-Karte. Das gilt mitunter sogar für Anrufe nach Hause. Der Datenverkehr ist deutlich billiger, da die Roaminggebühren entfallen. Mit einer Prepaidkarte haben Sie jedenfalls die Kommunikationskosten jederzeit im Griff.

So stellen Sie die Combox um

Combox ausschalten
Wenn Sie den Anrufbeantworter ausschalten, kann man Ihnen zwar keine Nachrichten hinterlassen, dafür haben Sie volle Kontrolle über die Kosten.

  • Swisscom: ##004# Telefon.gif
  • Orange: ##002# Telefon.gif
  • Sunrise: #145# Telefon.gif


Combox wieder einschalten

  • Swisscom/Orange: **004*004186 07xxxxxxxx# Telefon.gif
    (07xxxxxxxx ist Ihre Handynummer samt Vorwahl)
  • Sunrise: *145# Telefon.gif

Anrufe direkt auf die Combox leiten
Wenn Sie sämtliche Anrufe direkt auf den Beantworter leiten, kommen die zwar nie bei Ihnen an, aber Sie können den Anrufern per Sprachbox mitteilen, sie sollten ihr Anliegen per SMS oder E-Mail kommunizieren. Das kostet Sie keinen Rappen.

  • Swisscom/Orange: **21*004186 07xxxxxxxx# Telefon.gif
    (07xxxxxxxx ist Ihre Handynummer samt Vorwahl)
  • Sunrise: *21*086 07xxxxxxxx# Telefon.gif


Direkte Weiterleitung ausschalten (zurück zum Normalbetrieb)

  • Swisscom: ##21# Telefon.gif dann **004*004186 07xxxxxxxx# Telefon.gif
  • Orange: ##002# Telefon.gif dann **004*004186 07xxxxxxxx# Telefon.gif
  • Sunrise: ##21# Telefon.gif dann *145# Telefon.gif
Veröffentlicht am 14. Januar 2011