Die erste Frage: Was will ich überhaupt mit meiner Website? Um nur im Web präsent zu sein, genügen ein Willkommenstext, ein Hintergrundbild und die Möglichkeit für Besucher, per E-Mail Kontakt aufzunehmen.

Wer mit den Besuchern interagieren will, kann ihnen ein Gästebuch oder ein Forum zur Verfügung stellen oder auch einen Newsletter anbieten.

Sehr beliebt sind Fotogalerien. Aber Achtung: Soll jeder die Bilder ansehen oder herunterladen können – oder nur ein privilegierter Kreis? Im zweiten Fall ist ein passwortgeschützter Bereich empfehlenswert.

Nur eine Website, die regelmässig mit Neuigkeiten aufwarten kann, ist eine gute Website. Vor allem für Features wie Gästebuch, Newsletter oder Fotogalerie gilt: nur so viel hochladen, dass die Inhalte auch gepflegt werden können.

Soll die Website einen eigenen Webshop enthalten, braucht es je nach Umfang möglicherweise ein professionelles Programm, das automatisch die Präsentation der Produkte, den Verkauf, die Warenwirtschaft und die Bezahlung auf der Website regelt.

Der Umfang der Website bestimmt, wie viel Online-Speicherplatz bei einem Webhoster gebucht werden muss.

Für eine einfache Website oder wenn nur die persönlichen E-Mail-Adressen genutzt werden, reichen schon 100 Megabyte. Das kostet beispielsweise beim Anbieter Hosttech Fr. 1.– pro Monat.

Für eine Fotogalerie steigt der Bedarf auf mindestens 1 Gigabyte (GB). Damit lassen sich, je nach Auflösung, zwischen 150 und 1000 Bilder auf die Website laden.

Für mehr Bilder in hoher Auflösung oder für Videos bietet etwa Hoststar mit 10 GB für Fr. 4.90 ein günstiges Allroundpaket.

Fast alle Webhoster gestatten das Einrichten beliebig vieler E-Mail-Accounts nach dem Muster xxx@meinehomepage.ch. So lassen sich E-Mail-Adressen bestimmten Zwecken oder lässt sich jedem Familienmitglied eine eigene Adresse zuweisen. Ein Spam- und Virenfilter gehört bei allen Webhostern zum Standard.

Auf der Suche nach dem geeigneten Host findet sich Unterstützung auf www.providerliste.ch. Dort kann man gezielt nach Kriterien wie Preis, Speicherplatz und geprüfte Seriosität den Anbieter aussuchen. Wichtig für den privaten Nutzer sind ausser dem Preis unlimitierte E-Mail-Adressen und – falls eine simple Website reicht – ein Homepage-Baukasten.

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In der Regel bindet sich der Kunde ein Jahr an den Webhoster und zahlt für dessen Dienste den Jahresbetrag im Voraus. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag jeweils um ein Jahr. Steigen mit der Zeit die Ansprüche, kann man auf einen Tarif mit mehr Speicherplatz und mehr Funktionen wechseln.

Unterstützung bei Problemen ist bei allen Hostern per E-Mail kostenlos. Swisscom, Hosttech, Hoststar und QX bieten auch Telefonsupport über eine normale Festnetznummer, Cyon verlangt dagegen Fr. 1.49 pro Minute. Bislang nur wenige Webhoster wie etwa it:factory oder Metanet betreiben ihre Server mit Ökostrom, was ein paar Franken Aufschlag kostet.

Auf der Website des Webhosters lässt sich sofort prüfen, ob die gewünschte Domain wie etwa www.meinehomepage.ch noch frei ist. Falls ja, kann dem Webhoster online direkt der Auftrag erteilt werden, die Adresse verbindlich bei der zuständigen Registrationsstelle zu registrieren, damit diese – meist innert Stunden – weltweit im Internet erreichbar ist.

Für die Endungen .ch und .li fallen zusätzlich von der Schweizer Registrationsstelle Switch 17 Franken im Jahr an, andere Domain-Endungen sind teurer. Vor Ablauf der Jahresfrist erinnert die Registrationsstelle den Domain-Inhaber daran, den Obolus für das folgende Jahr zu zahlen oder die Domain zu kündigen.

Die neuen Mailadressen werden über den Verwaltungszugang des Online-Speicherplatzes eingerichtet. Der Webhoster liefert die Daten, um die Mail-Accounts im gewohnten Programm wie Windows Outlook Express oder Apple Mail einrichten zu können.

Einige Webhoster stellen einen Homepage-Baukasten zur Installation auf dem PC bereit. Bei anderen kann die Website online direkt im Internetbrowser entworfen werden. Selbst Neulinge können mit einem solchen Baukasten und anhand von Vorlagen in etwa 20 Minuten eine Seite mit Text- und Grafikbausteinen zusammenstellen. Danach wird die Seite auf den Online-Speicherplatz hochgeladen.

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Manche Webhoster wie Hosttech oder Hoststar stellen ihren Kunden auch komplexere Programme gratis bereit, mit denen sich Fotogalerien, Gästebücher und Webshops einrichten lassen.

Für Fortgeschrittene eignen sich auch das Programm Kompozer (www.kompozer-web.de) oder die Programmsammlung SeaMonkey. Beide sind kostenlos und laufen unter Windows, Mac und Linux. Auf Apple-Computern lässt sich eine einfache Website in wenigen Schritten mit dem Programm iWeb erstellen, das allen neuen Macs beiliegt. Für komplexe Websites sind professionelle Programme wie Dreamweaver oder Frontpage empfohlen.

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Quelle: Stock-Kollektion colourbox.com