Die Nummer eins in allen ­App-Stores versendet abhängig vom verwendeten Smartphone Texte, Fotos, Videos, Kontakte und den eigenen Standort an Einzelne oder an eine Gruppe von Empfängern. Die App gibt es für alle gängigen Smartphones. Für das iPhone kostet sie einmalig 1 Franken. Andere Smartphones laden die App gratis, nach einem Jahr kostet die Nutzung jährlich 0.99 US-Dollar. WhatsApp lädt alle Mobilfunknummern aus der Kontaktliste auf seine Server in den USA, um zu überprüfen, wer davon bereits bei WhatsApp angemeldet und somit erreichbar ist. Da die eigene Handynummer zur Anmeldung dient, kann WhatsApp nicht parallel auf anderen Geräten genutzt werden.

Vorteile: sehr weit verbreitet, für alle Smartphones erhältlich

Nachteile: Unsicherheiten im Datenschutz, funktioniert nur auf einem Gerät

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Spät gestartet ist die Swisscom mit ihrem eigenen Messenger. Er soll Kunden zurückgewinnen, die ihre Nachrichten mittlerweile über WhatsApp und Co. verschicken. 130'000 Kunden haben sich in den ersten Tagen die iO-App auf ihr iPhone oder Android-Gerät geladen. iO schickt Textnachrichten und Fotos gratis an Empfänger, die ebenfalls iO installiert haben. Kostenlos mit anderen iO-Teilnehmern ­telefonieren kann man mit der App auch. Sie schnüffelt nicht in den Kontaktdaten, auch gelten die strengeren hiesigen Datenschutzrichtlinien. Zur Anmeldung reicht die eigene Mobilfunknummer, was aber die parallele iO-Nutzung auf mehreren ­Geräten verhindert.

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Vorteile: mehr Sicherheit und besserer ­Datenschutz, kostenloses Telefonieren

Nachteile: keine Videos, noch wenig verbreitet, funktioniert nur auf einem Gerät

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IM+ ist ein Multimessenger. Der Dienst verbindet sich ­unter anderem ­pa­rallel mit ­Facebook, Google Talk, Skype, Yahoo, ICQ, AIM oder MSN. Wer zum Beispiel Freunde auf Facebook, Skype und ICQ hat und dort einen Account besitzt, kann mit diesen in IM+ plattformübergreifend per Sprachnachricht kommunizieren und via iPhone und Android auch Fotos und Videos versenden. Die App rührt die Kontakte im Smartphone nicht an. IM+ läuft auf iPhone, Android, WindowsPhone und Blackberry. Zudem kann IM+ auch auf dem Computer mit einem Browser genutzt werden. Kommunikation in Gruppen ist je nach Messenger möglich. 

Vorteile: weit verbreitet, Kontaktdaten sind sicher, mehrere Messenger in einer App

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Nachteil: Preis der werbefreien App-Ver­sion: 4 Euro

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Skype war ursprünglich ein Internetdienst zum Telefonieren. Das funktioniert unter Skype-Nutzern bis heute kostenlos, auch als Videotelefonat. Es lassen sich aber auch Texte, Fotos, Videos und weitere Dateien versenden. Skype stellt als einziger Messenger Nachrichten erst zu, wenn ­beide Partner online sind. Die App läuft auf iPhone, Android, WindowsPhone, Blackberry und auf manchem Smart-TV. Die Nachrichten lassen sich auch zwischen dem Smartphone und der Skype-Seite im Computerbrowser austauschen. Die App lässt die Kontakte unangetastet. Auf dem ­iPhone läuft Skype im Hintergrund und verbraucht unnötig viel Akku.

Vorteile: weit verbreitet, kein Zugriff auf Kontakte, auch am Computer nutzbar

Nachteile: keine Offline-Zustellung von Nachrichten, erhöhter Akkuverbrauch beim iPhone

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Die App verbindet Nutzer von Apple-Geräten untereinander. Auf iPhone und iPad ist dafür mindestens iOS 5 erforderlich. iMessage versendet Texte, Fotos und Videos und kommuniziert auch in Gruppen. Die Kontakte liest Apple nicht aus. Als einziger Messenger hat iMessage den folgenden Vorteil: Steht keine Internetverbindung zur Verfügung oder hat der Emp­fänger iMessage nicht installiert, wird die Textnachricht als herkömmliche, kostenpflichtige SMS verschickt (SMS-Fallback). iMessage kann mit anderen Macs über das Programm «Nachrichten» kommunizieren. Dafür ist das Betriebssystem ab ­Ver­sion OS X 10.8 nötig. Wer Nutzer ausserhalb der iPhone-Welt erreichen will, kommt um ­einen weiteren Messenger nicht herum.

Vorteil: SMS-Fallback für den Notfall

Nachteil: nur für Apple-Geräte

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Mit dem schlanken Messenger hat Facebook die Funktion zum Versenden von Nachrichten aus der überladenen Facebook-App geschickt herausgelöst. Die App loggt sich via Facebook-Zugang ein, somit stehen sofort alle Facebook-Freunde als Empfänger bereit. Die Kontaktdaten im Handy bleiben unangetastet. Facebook Messenger gibts für iPhone, Android und Blackberry. Nutzer von WindowsPhone müssen auf die mobile Facebook-Website oder einen Multimessenger wie IM+ zurückgreifen. Die App sendet Texte, Fotos und Videos und teilt den Standort mit. Über die Messenger-Funktion auf der ­Facebook-Website im Browser kann man auch mit dem Computer kommunizieren.

Vorteile: sehr weit verbreitet, leicht zu ­bedienen – auch am Computer

Nachteil: Apple: erst ab iOS 5

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