Die Ferien sind vorbei und stecken nur noch als Erinnerung in der Digitalkamera. Schnell sind sie auf die Festplatte des heimischen PC kopiert, in die Bilderverwaltung importiert und ein erstes Mal durchgeklickt. Doch wie kann man sie nun den Verwandten und Bekannten präsentieren, die schon sehnlichst auf den visuellen Reisebericht warten?

Die Bilder x-fach auf CD zu brennen und zu versenden wäre eine Möglichkeit. Aber eine teure, aufwendige und altbackene. Die bessere Lösung ist das Internet: Hier können die digitalen Ferienerinnerungen schnell, einfach, gratis und zeitgemäss präsentiert werden.

Möglich machen es spezialisierte Webdienste, die Online-Fotoalben. Sie stellen zum einen Speicherplatz auf einem Internetserver zur Verfügung, zum anderen eine Administrationsschnittstelle zum Hochladen, Gruppieren und Kommentieren der Bilder. Über eine Webadresse, die per E-Mail versandt wird, können nun Freunde und Bekannte oder wahlweise die ganze Welt das digitale Album aufrufen und betrachten.

Meist sind Online-Alben gratis
Soweit die Grundfunktionen der vielen verschiedenen Online-Fotoalben. Meist sind die Alben kostenlos, zumindest in einer abgespeckten Variante. Darüber hinaus bieten sie eine Vielzahl von nützlichen bis verwirrlichen Zusatzfunktionen. Sie können Bilder zu Diashows arrangieren, bieten den Nutzern Bildbearbeitungsfunktionen und den Betrachtern die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen oder Printabzüge zu bestellen.

Einsteigern sei zum Beispiel der Dienst Picasa-Webalben von Google empfohlen. Wie bei den anderen Anbietern muss man sich zunächst registrieren, in diesem Fall für ein Google-Konto. Nach ein paar Minuten erhält man eine E-Mail mit den Zugangsinformationen für die Benutzeroberfläche des Fotoalbums, die gleich in einem Webbrowser gestartet werden kann.

Nun gilt es, ein Album anzulegen, zum Beispiel «Sommerferien 2008». Dabei kann man festlegen, ob die Bilder öffentlich oder nur von ausgewählten Personen angesehen werden können. Wählen Sie zumindest bei Fotos von Personen grundsätzlich die Einstellung «privat» (siehe unten: «Privatsphäre: Aufgepasst!»).

Anschliessend kann man auf der Festplatte jene Bilder auswählen, die auf den Server kopiert und dem Album zugeordnet werden sollen, und den Datentransfer starten. Je nach Zahl und Grösse der Bilder sowie Tempo der Internetverbindung kann das seine Zeit dauern. Zudem ist bei Wählverbindungen mit entsprechenden Kosten zu rechnen. Besitzer von DSL- oder TV-Kabel-Anschlüssen sind da im Vorteil.

Im Prinzip ist das Online-Fotoalbum damit fertig, und man kann den entsprechenden Link per E-Mail an Bekannte senden. Wer mag, kann die Bilder aber auch noch kommentieren, im Landkartendienst Google Maps geographisch zuordnen oder eine Diashow zusammenstellen.

Eine Alternative für Fotografen mit höherer Internet- und vor allem Mobilfunk-Affinität ist der Dienst Flickr. Er bietet noch mehr Funktionen für Bearbeitung, Verwaltung und Präsentation von Bildern und Videoclips, die zudem auch direkt vom Kamerahandy aus hochgeladen werden können.

Doch Flickr ist vor allem eine weltweite Community, in der man Freunde trifft und findet, Gruppen bildet, kommuniziert und sein Leben dokumentiert. Denn im Zeitalter von Digitalkameras sind nicht nur klassische Fotoalben passé, sondern auch die Après-Ferien-Bilderhöcks. Die finden heute ebenfalls im Netz statt.

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Privatsphäre: Aufgepasst!

Jeder, der ein Bild im Webbrowser ansehen kann, kann es auch auf seiner Festplatte speichern, es verändern und/oder weiterversenden. So weiss man nie, wo und in welchem Zusammenhang es wieder auftaucht. Problematisch sind diesbezüglich vor allem Bilder mit Personen und Aufnahmen mit viel Haut.

  • Personenbilder nie in öffentlichen Online-Fotoalben publizieren, sondern nur in «privaten», die mit einem Kennwort oder einem geheimen Link aufgerufen werden müssen.
  • Den geheimen Link oder das Kennwort für private Online-Fotoalben nicht inflationär versenden. Und schon gar nicht in Foren oder Chats publizieren.
  • Abgebildete Personen sind um ihre Erlaubnis für die Publikation zu bitten.