Bibliotheken funktionieren nach dem Prinzip «einer für alle». Jeder kann seine Musiksammlung anderen zugänglich ­machen und so die Auswahl der Seite erweitern. Konsumiert wird also nur, was andere Benutzer teilen wollen.

Rechtlich unbedenklich ist die Nutzung jedoch nur, wenn man bloss Empfänger ist und selber keine Songs anbietet. In der Schweiz wird es nicht geahndet, eine Datei nur für den Eigen­gebrauch zu beziehen – was beim Streaming ohnehin der Fall ist, da sich dabei der Konsument die Musik lediglich online anhört, nicht aber als physische Datei herunterlädt.

Die Betreiber von Muziic haben eine Marktlücke entdeckt. Das Vater-Sohn-Duo Mark und David J. Nelson störte sich daran, dass die auf Youtube.com hochgeladenen Musikvideos mit guter Tonqualität nur fürs Auge gedacht sind. Man könnte die Songs doch über eine Musikplattform laufen lassen und als Streams zum Bezug anbieten. Weil die Plattenfirmen oder User die Videos auf Youtube selbst zur Verfügung stellen, können sie auch die Weiterverwendung des Tons nicht verbieten.

Neben den Liedern kann immer der dazugehörige Clip abgespielt werden. Auf der übersichtlich gestalteten Plattform gibt es ausserdem eine DJ-Funktion mit digitalen Plattentellern und eine Karaoke-Maschine. Der Dienst ist gratis.

Angeboten wird eine grosse Bandbreite an Musik, vor allem einzelne Songs.

Anzeige

Sie funktionieren wie herkömmliche Download-Stores. Ein professioneller Anbieter bietet in Zusammenarbeit mit Plattenfirmen Musik gegen Bezahlung an. Per Anwendungsprogramm (App) kann man von jedem Smartphone oder ­Tablet-PC auf Alben oder eigens kreierte Playlists zugreifen. Die Dienste finanzieren sich durch Monatsabonnements.

Simfy ist ein deutscher Anbieter mit eigener Schweizer Seite. Einmal registriert, hat man Zugang zu über acht Millionen Songs diverser ­Genres – und das kostenlos. Erst wenn man die Applika­tion downloaden und welt­weiten Zugriff auf die eigene Playlist haben möchte, muss man Premium-Kunde werden und ein Abo lösen. Es besteht die Möglichkeit, den Dienst gratis für sieben Tage zu ­testen. Besonders an der Schweizer Seite ist, dass sie auch Musik einheimischer Künstler wie Sina oder Sir Colin bietet. Simfy verzichtet komplett auf zusätzliche Download-Varianten, die Songs sind nur als Streams zu haben. Ergänzt wird das Angebot durch Biographien der jeweiligen Künstler und Vorschläge für ähnliche ­Musik. Ein Monatsabo ist ab Fr. 12.08 erhältlich.

Anzeige

Die Seite bietet neben Popmusik auch Jazz, Klassik und Volksmusik an. Das Sortiment ist eher kommerziell ausgerichtet.

Soundshack, die zweite schweizerische Stream-Seite, wird von «20 Minuten Online» betrieben. Alle Dienste sind ­kostenpflichtig. Ein Gratis-­Probeabo kann auch hier für eine Woche gelöst werden.

Das Angebot wendet sich an ein junges Publikum. Musik gibt es in den Richtungen Pop, Schweizer Künstler, Rock, Hip-Hop, Indie, Metal und Dance. Pro Monat kostet der Dienst Fr. 14.90.

Junges Zielpublikum. Ein­geschränkte Musikauswahl.

Die Ur-Seite des Musikdownloads ist schon seit längerer Zeit legal unterwegs. Sie bietet nun neben kostenpflichtigen Downloads vor allem Streaming an. Napster präsentiert unter den kostenpflichtigen Seiten die grösste Auswahl verschiedener Musikstile. Von Gospel über New Age bis zu Kinderliedern findet sich alles.

Anzeige

Zudem gibt es vorgefertigte Playlists der US-Charts bis zurück ins Jahr 1966. Abos sind ab Fr. 7.50 zu haben.

Mainstream-Publikum. Grösste Auswahl an kommerzieller Musik.

On-Demand heisst «auf Anfrage». In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff: Der Hörer kann den Musikstil oder den Künstler auswählen, und das Internetradio spielt die passenden Titel. Normalerweise sind diese Dienste kostenlos. Das Angebot hat sich in den letzten Jahren vervielfacht, unddie Tonqualität befriedigt mittlerweile auch gehobene Ansprüche.

Das deutsche Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, den Musikgeschmack des Users kennenzulernen und dann ungefragt die richtigen Titel zu spielen. Die downloadbare Software spioniert die auf dem PC gespeicherte Musik aus und fügt sie zum Last.fm-Profil hinzu. Der Dienst kostet in der Schweiz vier Franken pro Monat.

Anzeige

Grosses Angebot an weniger bekannten Künstlern. Richtet sich an ein Publikum mit einem speziellen Musikgeschmack.

Grosses Sammelsurium von nationalen und internationalen Radiosendern. Eine Software ermöglicht es, Songs oder ganze Alben aufzunehmen.

Musikalisch querbeet unterwegs. Vom Karnevalgänger bis zum Klassikfan finden alle etwas.

Übersichtliches Internetradio, das nach Künstler und Genre personalisierbar ist. Speziell: Wer eine Band hat, kann damit auch eigene Songs hochladen. Darauf werden die Titel in Playlists des jeweiligen Genres aufgenommen und zwischen berühmten Künstlern gespielt. So kann man eigene Songs einem grossen Publikum zugänglich machen, das neue Bands entdecken kann.

Für ein breites Publikum geeignet. Gibt auch völlig unbekannten Künstlern eine Plattform.

Anzeige

Vielfältiges Radioangebot des US-Onlinedienstes AOL. Hier finden sich exotische Genres wie «Hair Metal» der Acht­ziger oder «Meditation» für entspannte Stunden.

Sehr unterschiedliche Genres. Für Leute geeignet, die Unterhaltung und Abwechslung suchen.

Plattform von Radio Energy. Ob Swiss-Sound, Latino-Rhythmen oder Elektro-Klänge, es gibt ein buntes Angebot für viele Musikliebhaber. Apps können für iPhone, Nokia, Android und Blackberry heruntergeladen werden.

Einzige Plattform, die auch Nokia-Applikationen anbietet.