Schnüffelprogramme zum Aufzeichnen aller Programmaufrufe, Mausbewegungen oder Tastatureingaben, die auch Screenshots von den Monitoren der Angestellten machen, sind per Definition auf geheimen Einsatz eingestellt: «Wenn es der Arbeitgeber halbwegs intelligent anstellt, ist die Überwachung nicht zu entdecken», sagt Peter Heinzmann, Professor für Internettechnologie an der Hochschule Rapperswil SG. Internetforen enthalten unzählige Tipps, wie man merke, dass der Computer am Arbeitsplatz überwacht werde:

  • Der Rechner läuft langsamer als üblich, besonders beim Internetsurfen.
  • Das Aufstarten von Programmen dauert länger als gewöhnlich.
  • Die Festplatte zeigt plötzlich Tätigkeiten an, obwohl der eingeschaltete Computer nicht benutzt wird.
  • Auf dem Lokalnetz gibts Datenverkehr mit unbekannten Rechnern.


Heinzmann warnt vehement davor, sich bei Auftreten solcher Symptome gleich beim Arbeitgeber zu beschweren: «In weit über 99 Prozent der Fälle dürften andere Programme und Netzwerkprobleme diese Symptome auslösen.» Nur Spezialisten könnten mit einer Beobachtung über längere Zeit Überwachungsaktionen enttarnen.