Im vergangenen Jahr gingen in der Schweiz über 200000 persönliche digitale Assistenten, kurz: PDA, über den Ladentisch. Die handlichen Dinger, auch «Organizer» oder «Handhelds» genannt, assistieren immer mehr Berufstätigen beim Speichern von Telefonnummern, Adressen, Terminen oder kurzen Notizen. Viele spielen auch Musik, verschicken E-Mails oder halten ein paar Spielprogramme bereit.

Viele Nutzer wissen allerdings nicht, dass sie ihre persönlichsten und wichtigsten Informationen in die Obhut eines wenig zuverlässigen Assistenten geben. Geht den Kleingeräten nämlich der Strom aus, droht der totale Datenverlust: Terminplan und Adressverzeichnis entschwinden ins Datennirwana, und man darf alles wieder neu eintippen.

Das schlechte Gedächtnis der Organizer hat einen einfachen Grund: Im Unterschied zum grossen Bruder Computer haben sie keine Festplatte, die die Daten dauerhaft sichert. Stattdessen werden alle Informationen in so genannten RAM-Modulen (Random Access Memory) festgehalten, die als Arbeitsspeicher auch im PC zum Einsatz kommen, aber nur unter Strom ihr Gedächtnis behalten.

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Der PDA wird dadurch zum pflegeintensiven Begleiter, der fortwährend Energie benötigt. Selbst bei einem ausgeschalteten Organizer müssen spätestens nach einem Monat die Batterien gewechselt oder Akkus aufgeladen werden sonst sind alle gespeicherten Daten verloren. Denn beim «Ausschalten» stellt nur der Energie fressende Monitor ab, die flüchtigen RAM-Module dagegen brauchen weiter Strom.

Kritisch werden kann der ständige Strombedarf aber auch beim Wechseln von Batterien oder Akkus. Zwar haben alle Geräte eine kleine Stützbatterie eingebaut, doch diese erhält das RAM-Gedächtnis nur kurze Zeit aufrecht. Bei Handhelds des Branchenleaders Palm setzt der Gedächtnisschwund nach 10 bis 30 Minuten ein, beim Handspring Visor und einigen PDA mit dem Strom fressenden Betriebssystem Pocket PC 2002 von Microsoft jedoch schon nach zwei bis fünf Minuten. Wer für den Batteriewechsel länger braucht, hat Pech gehabt. Es empfiehlt sich deshalb, die Handgriffe vorgängig zu üben.

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Daten auf Festplatte kopieren

Noch besser ist es indes, die in den flüchtigen RAM-Modulen gespeicherten Infos für den Fall der Fälle auf ein dauerhafteres Speichermedium zu kopieren. Dazu bietet sich der PC an: Ein Kabel heute meist eine USB-Version verbindet Computer und PDA; die vom Hersteller in der Regel mitgelieferte Software oder ein alternatives Programm überspielen die Daten vom Organizer auf die PC-Festplatte und im Notfall zurück.

Noch einfacher und schneller funktionieren die für alle Organizer verfügbaren Backup-Lösungen. Dabei werden die gefährdeten Daten in der Regel auf eine spezielle, dauerhafte Speicherkarte übertragen, die in den Organizer eingesteckt werden kann. Je nach Hersteller kosten sie zwischen 80 und 200 Franken. Der grösste Vorteil von Backups ist, dass sie auch unterwegs funktionieren und somit der Datenbestand des PDA selbst in den Ferien wiederhergestellt werden kann.

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