Yolanda und Werner Felber* standen am Flughafen Berlin-Schönefeld und wollten nach Basel zurück, als ihr Easy­jet-Flug auf der Anzeigetafel als gestrichen auftauchte. «Wir wurden alleingelassen, es gab keinerlei Betreuung», sagt Werner Felber. Also buchten er und seine Frau Zugtickets.

«Kein Schweizer Territorium»

Felbers erstatteten Anzeige beim deutschen Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Sechs Wochen später kam zwar eine Eingangsbestätigung, doch dann war Funkstille. Gleichzeitig wandte sich Werner Felber an seine Reiseschutzversicherung, die in Basel Klage einreichte. Zwei Monate nach der Verhandlung kam der Bescheid, das Gericht habe sich für nicht zuständig erklärt. Grund: Der Basler Flughafen liege, Schweizer Sektor eingeschlossen, ausserhalb des Schweizer Territoriums.

Nun gab die Rechtsschutzversicherung des Ehepaars auf; der Fall lag ja nicht mehr in der Schweiz. In Eigenregie wandten sich Felbers ans Durchsetzungsunternehmen EUclaim. Dieses schaltete einen Anwalt ein, der Easyjet eine Frist setzte. Einen Tag vor deren Ablauf erklärte sich Easy­jet zu den Ausgleichszahlungen bereit. Seit dem ausgefallenen Flug von Berlin nach Basel waren sage und schreibe 17 Monate vergangen.

*Name geändert