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FahrplanwechselSBB will Züge bei Bedarf verlängern

Seit dem Fahrplanwechsel von Mitte Dezember ist es in einigen Zügen voller als früher. Die SBB überprüft nun die Länge der Züge – zusätzliches Rollmaterial sei vorhanden.

Durch Frequenzerhebungen will die SBB in den nächsten Wochen Kapazitätsengpässe eruieren.
Von aktualisiert am 17. Dezember 2015

«Erster Pendleransturm» gemeistert, verkündeten die SBB Anfang Woche stolz: Der Fahrplanwechsel mit den grössten Änderungen seit 2004 sei «ohne nennenswerte Probleme» angelaufen. Nicht alle Pendler sahen das gleich. Auf sozialen Netzwerken und in den Kommentarspalten von Onlineportalen beklagten sie sich über Verspätungen und über zu kurze Zugkompositionen – was zu massiv überbelegten Zugwaggons führe. Auffällig dabei: Viele der Klagen kommen aus der Ostschweiz.

«Kapazitäten wurden deutlich ausgebaut»

Tatsächlich kam es dort mit dem Fahrplanwechsel zu einem schmerzhaften Einschnitt: Die SBB strichen den bei Pendlern beliebten 6.27-Uhr-Morgenzug von Rorschach nach Zürich, weil dieser wegen zusätzlicher Verbindungen zwischen Zürich und St. Gallen auf dem Schienennetz keinen Platz mehr hatte. Für Pendler aus der Bodenseeregion heisst das: Sie müssen nun kurz nach 7 Uhr in Wil auf den Zug umsteigen, der von St. Gallen in Richtung Zürich fährt. Entsprechend eng kann es ab Wil werden. SBB-Mediensprecherin Lea Meyer spricht auf Anfrage von einer Zugauslastung von «85 bis 90 Prozent». Die SBB würden die Zugauslastung in den kommenden Tagen beobachten und die Zuglänge bei Bedarf anpassen.

Meyer weist zudem den von einzelnen Pendlern erhobenen Vorwurf zurück, die SBB seien mit weniger Rollmaterial unterwegs als früher. «Wir haben die Kapazitäten deutlich ausgebaut. Einzelne Züge mögen kürzer sein als zuvor, dafür sind andere länger. Wenn wir feststellen, dass wir das anders gewichten müssen, können wir schnell reagieren.» Auf dem gesamten Schienennetz seien zudem SBB-Mitarbeiter in den Zügen unterwegs und führten Frequenzerhebungen durch. Feedback der Passagiere werde ebenfalls berücksichtigt. «Unser Rollmaterial ist stark genutzt, aber wir haben genügend Wagen, um Zugkompositionen verlängern zu können», sagt Meyer.

Um nicht im Gedränge reisen zu müssen, rät sie am Zuganfang oder am Zugende einzusteigen: «Die Wagen in der Mitte sind immer am stärksten belegt.»

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2 Kommentare

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Rolf Gsell
Ich bin sehr zufrieden. S19 ist perfekt und insgesamt klappt alles gut

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Thomas Bruderer
Der Flugzug (IR Basel, Zürich Flughafen) hat sich massiv verschlechtert, er ist nicht nur etwa 10Minuten langsamer als vorher, er ist auch durch die fast doppelte länge (EW IV anstatt Dosto) in der Mitte voll und an den Enden leer. Der IR hat nun 5 Halte nahe an Zürich (Dietikon, Altstetten, HB, Oerlikon und Flughafen, und es gibt keine einzige Tangentialverbindung am HB vorbei.) Zusätzlich fährt die S19 unter der Woche fast Paralell zum IR zwischen Oerlikon bis Dietikon mit den gleichen Halten und teilweise nur 1min Zeitunterschied. Die S19 ist fast leer (ja gibts wirklich solche Züge) zu dieser Zeit. Das Knotenkonzept begrenzt die Möglichkeiten welche die SBB haben massiv ... auf der Ost-Westachse gehört es aufgelöst durch einen 20min Takt...

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