Das Reisegeschäft und die Investitionen des Ferienvereins in Hotel- und Ferienanlagen müssen separat betrachtet werden: Der Ferienverein hat dieses Jahr sein operatives Reisegeschäft auf die Poscom Tour Operating AG übertragen. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Ferienvereins. Der Vorteil: Die finanziellen Probleme des Ferienvereins haben keinen Einfluss auf die Kunden. Markus Sallin, Leiter Finanzen & Administration der Poscom Tour Operating AG, versichert: «Die Zahlungen, bereits geleistete wie auch fällige, sind absolut sicher.» Die Poscom Tour Operating AG ist zudem dem Garantiefonds der Schweizer Reisebranche angeschlossen. Dieser garantiert, dass den Kunden bei Konkurs oder Zahlungsunfähigkeit des Reiseveranstalters keine finanziellen Verluste entstehen.

Darlehensgeber müssen zuwarten
Massive Tieferbewertungen aller Hotel- und Ferienanlagen sowie Baukostenüberschreitungen und Bauverzögerungen bei Hotelprojekten in Wengen und auf Fuerteventura führten zur Überschuldung des Ferienvereins. Darum können Darlehen und Zinsen nicht zurückbezahlt werden.

Der Ferienverein versucht nun mit einem Sanierungskonzept, das Schlimmste abzuwenden, doch das verlangt von allen Kreditgebern finanzielle Opfer. Als «optimale Lösung» werde die Umwandlung des Ferienvereins in eine Aktiengesellschaft angesehen, ist der Mitteilung des Ferienvereins zu entnehmen. Die Qualität und die Erfolgsaussichten dieses Konzepts können zurzeit nicht beurteilt werden. Für Anfang April ist eine Versammlung geplant, an der den privaten Darlehensgebern auch Details der notwendigen Massnahmen beschrieben werden sollen. Bis dahin heisst es für Darlehensgeber – wohl oder übel – zuwarten.