Bilder von Palmen, Strand und Meer: Die Inszenierung war perfekt, als Mauro Saccomanno mit seiner Familie das Freiburger Hotel betrat. Er wollte die Gratisferien abholen, die ihm die Firma Helvetia Vacation International SA in Lugano versprochen hatte. Stattdessen wurden sie von Verkäufern empfangen: Saccomanno wurde ein Timesharing-Vertrag angeboten. «Sie sagten, das Angebot sei sehr günstig, man könne die gekauften Wochen auch jederzeit tauschen, um irgendwo auf der Welt Ferien zu machen», erzählt Saccomanno. Er unterschrieb zum Preis von 26'800 Franken.

Ermanno Padovan von Helvetia Vacation umschreibt sein Angebot als «ewiges Gebrauchsrecht», mit dem man lebenslang während der gebuchten ein oder zwei Wochen in Santo Domingo Ferien machen könne. Doch damit sind längst nicht alle Kosten gedeckt: Hinzu kommen Anreise, Verpflegung, Unterhaltsbeträge. Auch das Tauschen kostet. Saccomanno kündigte den Vertrag. Das lehnte Helvetia Vacation ab. Ein vergleichbarer Fall ist vor Gericht hängig.