Als im Oktober die Reiseträume von über 300 Kunden des Solothurner Reisebüros Biber Travel platzten (siehe Artikel «Ärger mit Biber Travel»), versicherte Organisator Peter Weisskopf: «Wir werden uns um unsere Kunden kümmern.» Inzwischen hat das Amtsgericht den Konkurs eröffnet. Kunden, die gebucht haben, während Biber Travel einer Kundengeldab­sicherung angeschlossen war, wurden entschädigt. Jene, die während der fast drei Monate bezahlten, als die Gelder nicht versichert waren, gingen leer aus. Das Verfahren läuft. Der Schaden pro Kunden beträgt laut Staats­anwaltschaft rund 1000 Franken.

Trotzdem bucht Weisskopf mit seinem anderen Reise­büro, Regina Reisen, weiterhin Reisen ohne Versicherung. Thomas Schärer aus Ramsen SH wartet heute noch auf die Rückerstattung seiner zwei vor eineinhalb Jahren bezahlten und nie angetretenen Reisen. Weisskopf entschuldigte sich, es sei ihm unmöglich, die 5622 Franken auf einmal zurück­zuzahlen, und sie vereinbarten einen Abzahlungsplan.

Der Kunde hat das Nachsehen

Schärer erhielt die erste Rate. «Seitdem habe ich nie mehr etwas gehört.» Nun hat er die Betreibung eingeleitet. Weisskopf vertröstet: «Ja, ich habe mit einigen Kunden noch of­fene Posten. Sie werden aber sukzessive abbezahlt.» Ausserdem verkaufe er keine Reisen mehr in der Schweiz und brauche keine Kundengeld­absicherung. Thomas Schärer hilft das nicht viel.