Den Hinweis ganz unten auf der Monatsrechnung übersieht man leicht – aber er kostet. Ab 1. Juli gelte «für alle Transaktionen mit Währungsumrechnung ein einheitlicher Bearbeitungszuschlag von 1 Prozent», teilte die UBS ihren Kreditkartenkunden mit. Was nicht steht: dass dies faktisch eine Preiserhöhung ist. Denn bislang verrechnete die UBS in sehr vielen Fällen tiefere Gebühren. Einkäufe in Euro kosteten bei der UBS (bei Karten mit Jahresgebühr) bislang nur 0,7 Prozent, Einkäufe in britischen Pfund gar nur 0,3 Prozent. Allein dieser Unterschied führt beispielsweise bei einer Hotelrechnung über 600 Pfund zu einem Preisaufschlag von 7.39 Franken.

UBS-Sprecherin Dominique Scheiwiller begründet den Aufschlag mit einer «Vereinheitlichung», denn die bisherige Regelung habe «immer wieder zu Fragen geführt». Was der UBS zugutezuhalten ist: Verglichen mit anderen Anbietern ist der Wechselkurszuschlag immer noch moderat. Die Migrosbank beispielsweise verrechnet 1,25 Prozent, die Zürcher Kantonalbank 1,5 Prozent und die Credit Suisse gar 2 Prozent – gleich viel wie die UBS bei ihrer Kreditkarte ohne Jahresgebühr.