Bundesrat müsste man sein. Dann bekäme man gratis ein Abo für sämtliche Bergbahnen und müsste diesen grossen Ausgabeposten nicht ins Skiferienbudget einplanen. Da in diesem Gremium aber nun wieder alle Stellen besetzt sind, bleibt den meisten Ski fahrenden Familien nichts anderes übrig, als nach anderen Sparmöglichkeiten zu suchen.

Das ist gerade bei Skiferien nicht einfach, denn um bestimmte Ausgaben kommt man nicht herum: eine geheizte Unterkunft, Bergbahnen, eine Sportausrüstung und in der Regel die Skischule für die Kinder. Eine vierköpfige Familie zahlt so für eine Woche rasch 4000 Franken, ohne sich dabei besonderen Luxus zu leisten.

Wie also lassen sich die Kosten begrenzen? Am wirksamsten mit der Ortswahl: Wer einen kleinen, nicht weiter bekannten Skiort besucht, findet günstigere Unterkünfte und billigere Bahnen. Meist ist dort zwar das Angebot an Pistenvielfalt oder Après-Ski-Möglichkeiten beschränkt, dafür ist der Trubel kleiner, das Gebiet übersichtlicher (für Familien mit Kindern wichtig) und der Erholungswert grösser. Wie findet man solche kleinen Skiorte? Hilfreiche Übersichten bietet Schweiz Tourismus an (siehe «Weitere Infos»).

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Bei Skipässen und Tageskarten gibt es mannigfaltige Vergünstigungen. Um die Rabatte ausschöpfen zu können, empfiehlt es sich, im Voraus telefonisch oder dann in einer ruhigeren Zeit am Schalter nachzufragen; manchmal stehen nicht alle Rabatte im Prospekt. Persönliche Ausweise, vielleicht sogar eine Kopie des Familienbüchleins helfen, den Anspruch zu belegen.

Das Internet bietet ungezählte Suchmöglichkeiten für günstige Hotels und Ferienwohnungen. Wer sich darin nicht verlieren will, kann direkte Beratungsangebote nutzen – bei Schweiz Tourismus oder bei den lokalen Tourismusbüros, die den Interessierten teilweise sogar eine Auswahl zusammenstellen, passend zu den persönlichen (Preis-)Vorstellungen.

Während die Preise für Skischulunterricht wenig variieren – «90 Prozent unserer Kosten sind Lohnkosten», erklärt Riet R. Campell, Direktor von Swiss Snowsports –, lässt sich bei der Ausrüstung sparen. Wer die Geräte anschaffen möchte, findet in Sportgeschäften das ganze Jahr über Vorjahresmodelle zu herabgesetzten Preisen, in Mietstationen Ende Saison reduzierte Artikel und in Sportartikelbörsen günstige Angebote. «Teilweise arbeiten solche Börsen mit Sporthändlern zusammen, um gut gewartetes Material verkaufen zu können», sagt Claude Benoit, Präsident des Verbands Schweizer Sportfachhandel.

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Die Ausrüstung kann man sich leihen

Wer lieber mietet, findet mittlerweile auch im Unterland sehr viele Sportgeschäfte mit entsprechenden Angeboten, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche: «Man kann für die ganze Wintersaison mieten», sagt Benoit, «oder auch bloss befristet für die Ferien.» Und es gibt Geschäfte, die für Kinder Skier im Abonnement vermieten: Für einen bestimmten Betrag, zum Beispiel 400 Franken pro Kind, können die Eltern bis zu einem bestimmten Alter jährlich passende Skier holen. Nur die jeweilige Anpassung zahlen sie zusätzlich.

Zugegeben: Noch billiger ist es, wenn man gar nicht wegfährt. Wenn sich die Ferien aber dank Zeiteinsatz und Flexibilität kostenverträglich organisieren lassen, dann tun Sonne und Schnee gut. Auch ohne Bundesrats-Abo.

Weitere Infos

www.myswitzerland.com/familien
Links zu günstigen Familien-Tageskarten und zu familienfreundlichen Orten

http://snow.myswitzerland.com/schneebericht
Wenn man beim «Schneebericht» «Ganze Schweiz» anwählt und danach auf die Suche klickt, erscheint eine Liste mit Tageskartenpreisen und Links zu Orten

www.myswitzerland.com/fewo
Direktsuche nach Ferienwohnungen

0800 100 200
direkte Beratung zu Hotelangeboten für Familien, auch Last-Minute-Angebote

0848 845 000
direkte Beratung für Ferienwohnungen

Weitere Ferienwohnungen: www.reka.ch

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