Beobachter: Was bedeutet es für Sie, in Ihrem Metier erfolgreicher zu sein als die meisten Gleichaltrigen?
Joel Basman: Es ist ein tolles Gefühl, auf dem ich mich aber sicher nicht ausruhen will, im Gegenteil. Ich versuche, Stufe für Stufe weiterzukommen. Von mir selber erwarte ich eine gewisse Leistung. Ich will jedoch nichts übereilen, sondern meine Karriere zusammen mit meiner Agentin gezielt planen.

Beobachter: Liegen Ihnen öffentliche Auftritte?
Joel Basman
: Mehr oder weniger. Es gibt schon gewisse Filmfestivals, an denen ich präsent bin, weil es eben wichtig ist, sich dort zu zeigen. Ein kleiner, dummer Schauspieler, der jeden Abend an irgendeinem Event in die Kameras grinst, bin ich aber bestimmt nicht. Lieber treffe ich mich mit meinen Freunden, die selber ein ganz normales ­Leben führen und in den verschiedensten Jobs arbeiten.

Beobachter: Sie wurden schon mit 14 Jahren fürs Fernsehen entdeckt und haben die Karte danach voll auf die Schauspielerei gesetzt. Was raten Sie einem 15-Jährigen, der ebenfalls von einer ­Karriere vor der Kamera träumt?
Joel Basman
: Wer nur berühmt werden will, sollte nicht Schauspieler werden. Ich habe auch oft gezweifelt. Ich sehe jetzt, dass die Kollegen ein festes Einkommen haben, während ich mit der Unsicherheit leben muss – bis die nächste Rolle kommt.

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Beobachter: Wie gut kommen Sie damit klar, dass Sie überall erkannt werden?
Joel Basman
: In der Schweiz und speziell in Zürich sind die Menschen eigentlich sehr zurückhaltend. Ich werde zwar schon erkannt, aber die Leute lassen mich im Restaurant auch ruhig weiteressen. Natürlich werde ich im Ausgang nicht gerne von einem Tilllate-Fotografen abgelichtet und denke mir in solchen Momenten einfach: Hey Leute, ruhig bleiben, Justin Bieber ist nicht im Klub.