Glücksspielsucht unterscheidet sich nicht von anderen Suchterkrankungen (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen): Abhängige Personen haben nur eingeschränkte Kontrolle über ihr Verhalten und können dieses trotz starken negativen Konsequenzen nicht ändern. Spielsucht gilt laut dem Krankenversicherungsgesetz als Krankheit, ärztlich verordnete Behandlungen sind mit der Grundversicherung abgedeckt. Hilfe bieten Suchtfachstellen, Selbsthilfegruppen und Budgetberatungen.

Und Sie? Weist Ihr Verhalten mindestens fünf der folgenden Merkmale auf, sind Sie pathologisch, also krankhaft glücksspielsüchtig.

  • Sie beschäftigen sich mental häufig mit dem Glücksspiel.
  • Sie spielen mit steigenden Einsätzen.
  • Sie haben wiederholt erfolglos versucht, das Glücksspiel einzuschränken oder aufzugeben.
  • Sie sind reizbar beim Versuch, das Glücksspiel einzudämmen oder ganz darauf zu verzichten.
  • Sie spielen, um Problemen zu entfliehen oder um Ohnmachts- und Schuldgefühle, Sorgen und Ängste abzubauen.
  • Sie jagen dem Geld nach, das Sie beim Spiel verloren haben.
  • Sie belügen soziale Bezugspersonen, um das Ausmass der Spielerei zu verheimlichen.
  • Sie begehen illegale Handlungen wie Betrug oder Diebstahl, um das Glücksspiel zu finanzieren.
  • Ihre partnerschaftliche Beziehung oder Ihre beruflichen Perspektiven sind gefährdet aufgrund Ihres Glücksspielverhaltens.
  • Sie verlassen sich darauf, dass Ihnen andere Menschen Geld zur Verfügung stellen, um Ihnen aus einer spielbedingten finanziellen Misere zu helfen.