Beobachter: Die Begeisterung war riesig, als Sie an der WM 2009 als jüngste Medaillengewinnerin zweimal aufs Podest rasten. Hat sich Ihr Leben damals schlagartig verändert?
Lara Gut: Nein, eigentlich ist es schon früher losgegangen. Nachdem ich bereits als 15-Jährige im Weltcup-Team mitgefahren war und Siege gefeiert hatte, erlebte ich jedes Jahr von neuem etwas Unglaubliches.

Beobachter: Nervt der Rummel um Ihre Person oder schmeichelt er Ihnen?
Lara Gut: Ich habe mich daran gewöhnt – und ich weiss schon gar nicht mehr, wie das Leben ohne Rummel um meine Person aussehen würde. Es gibt Tage, da freue ich mich, wenn ich erkannt werde und nette Worte höre. Und es gibt Tage, da wünschte ich mir, dass ich beim Flanieren nicht beobachtet würde, einfach meine Ruhe hätte.

Beobachter: Halten Sie Ihren Kopf gerne als Vorbild hin?
Lara Gut: Ehrlich gesagt: Ich bin immer noch am Lernen und muss selber mit so vielen Dingen klarkommen in meinem Leben. Ich kann mich nicht noch um andere kümmern und Verantwortung als Vorbild übernehmen.